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Piëch verliert Machtkampf an seinem Geburtstag!

Volkswagen Piëch verliert Machtkampf an seinem Geburtstag!

Ausgerechnet zu seinem 78. Geburtstag muss VW-Patriarch Ferdinand Piëch eine Schlappe einstecken. Das ist eine vollkommen neue Erfahrung bei Volkswagen - wo das Wort Piëchs eigentlich Gesetz ist.

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Schlappe für den Patriarchen: VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch (r.) hatte keinen Erfolg mit seiner Attacke auf Vorstandschef Martin Winterkorn (l.).

Quelle: Archiv

Der 1937 in Österreich geborene Piëch ist gefürchtet als jemand, der einmal in Ungnade gefallene Mitarbeiter mit wenigen zielsicheren Bemerkungen quasi im Vorbeigehen vor die Tür setzt. Diesmal scheint die Rechnung des als kühler Stratege bekannten Topmanagers nicht aufgegangen zu sein. Die Attacke des mächtigen Aufsichtsratschefs Piëch auf den VW-Vorstandschef („Ich bin auf Distanz zu Winterkorn.“) lief ins Leere. Bei einem Krisentreffen des innersten Machtzirkels von Volkswagen stand Piëch, der gestern 78 Jahre alt wurde, isoliert da.

Zufall oder ein hämischer Seitenhieb auf Piëch? Die gestern veröffentlichte Erklärung des VW-Aufsichtsratspräsidiums, die Winterkorn zum vorläufigen Sieger im Machtkampf kürte, war genau 78 Wörter lang - ein „Geschenk“ für Piëch zum 78. Geburtstag?

Allerdings hat der „Alte“, wie Piëch in Wolfsburg auch genannt wird, bereits in früheren Schlachten bewiesen, dass er einen langen Atem hat. Piëchs Mandat als oberster Kontrolleur läuft noch zwei Jahre.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hält Spekulationen über die Zukunft des VW-Patriarchen für völlig überflüssig. „Wir haben schon am vergangenen Freitag gesagt, dass wir die Kombination zweier starker Persönlichkeiten an der Unternehmensspitze schätzen. Daran hat sich nichts geändert.“

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