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Osterloh fordert schlankeren Konzern

Volkswagen Osterloh fordert schlankeren Konzern

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat seine Forderung nach einer Dezentralisierung der Macht in dem zwölf Marken zählenden Autoreich bekräftigt. „Natürlich braucht ein Konzern dieser Größenordnung Zentralität, um Synergien zu heben. Aber gleichzeitig müssen wir im Sinne der Marken und Regionen so dezentral wie möglich agieren“, sagte der VW-Aufsichtsrat dem „Manager Magazin“.

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Fordert eine Dezentralisierung der Macht : VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh.

Quelle: Archiv

Ein Beispiel für ein gut geöltes System mit viel Verantwortung auch fern von Wolfsburg sei China – der Erfolgsmarkt des Konzerns. „Wir brauchen keinen riesigen Vorstand mit aufgeblähten Stäben. (...) Das müssen wir uns für jede Funktion fragen“, sagte Osterloh, schränkte aber ein: „Wir sprechen zunächst über Funktionen und Strukturen; um Personen wird es erst später gehen.“

Neben Bereichsverantwortlichen wie einem Finanzchef gehörten die wichtigsten Markenchefs in den Konzernvorstand sowie der Chef der neuen Truck-Holding, Andreas Renschler. Derzeit zählt der Führungszirkel neun Top-Manager – mit dem neuen Chef der Kernmarke VW-Pkw, Herbert Diess, werden es ab Juli zehn sein. Diess kommt von BMW, wo er zuletzt Produktionsvorstand war. „Er muss zulassen, dass mehr Entscheidungen in den Märkten getroffen werden“, sagte Osterloh über seine Erwartungen an Diess, der die Führung der Marke VW von Konzernboss Martin Winterkorn übernimmt.

Zur Suche nach einem Nachfolger für VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch (78) sagte Osterloh: „Wir werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen und gemeinsam offen und sachgerecht über den Aufsichtsratsvorsitz diskutieren.“ Vorentscheidungen gebe es keine.

Ein Nachfolger wird auch für Personalvorstand Horst Neumann gesucht, dessen Vertrag Ende des Jahres ausläuft. Die Frage stelle sich derzeit aber nicht, so Osterloh, der als möglicher Kandidat gehandelt wird. „Wir werden im November über die Nachfolge entscheiden“, sagte er, es gebe genügend Leute im Konzern, die sich dafür eigneten.

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