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Osterloh: „Wir sollten zur Sachlichkeit zurückkehren“

Volkswagen Osterloh: „Wir sollten zur Sachlichkeit zurückkehren“

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh übt Kritik an der Nutzung der Dieselkrise als Wahlkampfthema, sieht aber zugleich Lernbedarf bei den Autobauern und ihrem Verband. „Kritik an Volkswagen ist völlig in Ordnung und auch berechtigt“, sagte er.

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Dieselaffäre: VW-Betriebsratchef Bernd Osterloh kritisiert, dass Politiker die Dieselkrise zunehmend im Wahlkampf nutzen.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Derweil haben sich in zwei Tagen 15.000 Mitarbeiter an einer Unterschriftenaktion beteiligt. Der Wunsch: Die Parteien sollen die Abgas-Krise nicht instrumentalisieren.

Osterloh bemängelte, dass VW manchen Politikern offenbar als Vehikel diene, sich gegenseitig mit neuen Forderungen zu übertrumpfen. „Der Wahlkampf tut sein Übriges, dass die Debatten immer hitziger werden.“ Die Belegschaft wünsche sich eine faire Debatte: „Wir sollten wieder zur Sachlichkeit zurückkehren.“

Aus seiner Sicht gelingt es dem Verband der Automobilindustrie (VDA) und den Unternehmen jedoch in der Öffentlichkeit nicht ausreichend, den Wert der Branche für den Standort Deutschland zu vermitteln. „Tut es so weh, auch öffentlich einmal zuzugeben, dass wir als Industrie Fehler gemacht haben und dass wir uns bewegen müssen?“, fragte Osterloh. „Wir als Beschäftigte wollen das. Denn davon hängt die Zukunft unserer Arbeitsplätze ab.“

Eine Unterschriftenaktion bei VW-Beschäftigten, die als Zeichen gegen Wahlkampf-Instrumentalisierung gedacht ist, sei ein Erfolg. „Die Kolleginnen und Kollegen stehen Schlange, um die Forderungen zu unterschreiben. An nur zwei Tagen haben bereits 15.000 unterschrieben“, sagte Osterloh. Gleichzeitig beklagte er eine Polemik im Umgang mit dem Autobauer wegen des Abgas-Skandals.

Von der WAZ-Redaktion

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