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Osterloh: US-Markt eine „Katastrophenveranstaltung“

Volkswagen Osterloh: US-Markt eine „Katastrophenveranstaltung“

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sieht auf dem wichtigen US-Markt viele hausgemachte Probleme für den Autobauer. Die USA seien für Volkswagen eine „Katastrophenveranstaltung“, sagte er gestern.

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VW-Werk in Chattanooga: Betriebsratschef Bernd Osterloh kritisiert Versäumnisse im US-Geschäft.

Dem Konzern fehlten in zentralen Segmenten passende Autos, das Händlernetz sei nicht eng genug, und den Erwartungen der US-Kunden werde zu wenig Rechnung getragen. „Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Manchmal habe ich den Eindruck, dass das bei uns anders ist“, sagte Osterloh. VW müsse daher auch bestehende Strukturen infrage stellen, nicht alles lasse sich von Wolfsburg aus steuern. „Die Frage ist: Wie viel Zentralismus ist nötig und wie viel Dezentralismus?“

Die USA sind nach China der wichtigste Automarkt der Welt. Der Gesamtabsatz hatte dort 2013 um fast acht Prozent zugelegt. Die VW-Verkäufe gaben jedoch um sieben Prozent nach. Osterloh kreidet die Versäumnisse nicht einzelnen Personen an: „Mich regt ganz einfach auf, dass bei manchen Dingen, die wir seit Jahren diskutieren, nichts passiert.“ Dass die US-Kunden raschere Zyklen der kosmetischen Aufpeppung von Modellen wollen – sogenannte Facelifts –, sei keine neue Erkenntnis. Doch VW habe nicht früh genug reagiert.

▶ Osterloh betonte erneut, dass die Suche nach einem Nachfolger für VW-Chef Martin Winterkorn in näherer Zukunft kein Thema sei. „Es steht überhaupt nicht zur Diskussion“, sagte er. Zudem habe VW auch in der zweiten Reihe des Managements viele Talente, die später einmal als mögliche Nachfolger infrage kommen könnten.

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