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Neumann: Roboter ersetzen Arbeiter

Volkswagen Neumann: Roboter ersetzen Arbeiter

Durch den technischen Fortschritt werden nach Ansicht von VW-Personalvorstand Horst Neumann künftig viele Arbeitsplätze in der Industrie durch Roboter ersetzt. Weil gleichzeitig die Generation der „Babyboomer“ (1955 bis 1975) in Rente geht, werde die zunehmende Automatisierung nicht zu mehr Arbeitslosigkeit führen, schreibt Neumann in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“.

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Roboter im VW-Werk Wolfsburg: Personalvorstand Horst Neumann (l.) will künftig noch mehr Maschinen einsetzen.

Die Digitalisierung und Vernetzung der Arbeitswelt („Industrie 4.0“) in Verbindung mit dem starken Rentnerabgang bezeichnet der VW-Personalchef als „einzigartige Chance“ für den Industriestandort Deutschland. „Zwischen 2015 und 2030 werden (...) außergewöhnlich viele Beschäftigte die Unternehmen verlassen - im Volkswagen-Konzern etwa 32.000 mehr als im langjährigen Durchschnitt. Deshalb haben wir die Möglichkeit, Menschen durch Roboter zu ersetzen und trotzdem in bisherigem Umfang Nachwuchskräfte einzustellen“, so Neumann.

Durch den umfangreichen Einsatz von Robotern in der Produktion (Neumann: „Sie verlassen ihre Käfige.“) könnten die Maschinen monotone und anstrengende Tätigkeiten übernehmen. Gleichzeitig werde die Qualifikation der Facharbeiter, Meister und Ingenieure steigen. „Neben Mechanik und Elektronik werden dabei IT-Kenntnisse immer wichtiger“, betont Neumann, der auch „einen großen Schub“ für Aus- und Weiterbildung anmahnt.

Ein weiterer Grund, die Automatisierung voranzutreiben, seien die Arbeitskosten. In Deutschland kostet eine Arbeitsstunde in der Autoindustrie laut Neumann 40 Euro, in Osteuropa elf, in China noch unter zehn Euro - ein Roboter koste dagegen nur etwa fünf Euro pro Stunde.

htz

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