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Neuer VW-Personalchef: Jobs nicht in Gefahr

Volkswagen Neuer VW-Personalchef: Jobs nicht in Gefahr

Der neue VW-Personalvorstand Karlheinz Blessing sieht durch den Abgas-Skandal derzeit keine Jobs bei Volkswagen in Gefahr. „Es gibt keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Diesel-Thema und Arbeitsplätzen“, sagte er.

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VW-Personalvorstand Karlheinz Blessing: „Vieles bei Volkswagen ist in Bewegung.“

Quelle: Volkswagen

„Ein Thema wäre dies, wenn zu viele Kunden das Vertrauen verlören. Wir arbeiten also hart daran, dass unsere Kunden uns und unseren Autos vertrauen. Dazu muss jeder seine Leistung bringen“, betonte Blessing am Montag im Gespräch mit der WAZ. Der Manager hat das Amt des Personalvorstands bei Europas größtem Autobauer Anfang Januar als Nachfolger von Horst Neumann übernommen.

Die Diesel-Krise sieht Blessing auch als Chance, um die Neuausrichtung des Konzerns zu beschleunigen. „Die Krise ist der Anstoß, Dinge frühzeitig und konsequenter anzupacken, als wir es möglicherweise bisher getan hätten.“ Die Aufarbeitung der Abgas-Affäre binde natürlich Kapazitäten im Unternehmen, „zugleich gehen wir aber unsere Zukunftsthemen mit Elan und großer Zuversicht an“, sagte der Personalvorstand. „Vieles bei Volkswagen ist in Bewegung, bei der Marke Volkswagen spüre ich echte Aufbruchstimmung und kreative Unruhe.“

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der Manager darin, den Wandel der Automobilindustrie bei VW beschäftigungspolitisch zu begleiten. „Wir bauen Volkswagen um vom Autohersteller zum Mobilitätsanbieter“, erläuterte Blessing. Der Wandel hin zu Elektromobilität, alternativen Antriebsformen und zunehmender Digitalisierung werde auch das Arbeitsumfeld stark verändern. Neue Berufe entstehen, andere Qualifikationen werden erforderlich.

Bei der Suche nach einer neuen Unternehmenskultur als Folge des Abgas-Skandals plädiert der neue Personalvorstand für einen Wandel und gegen einen Bruch mit der Vergangenheit. „Wir müssen Gutes und Bewährtes nicht ändern. Dazu gehört die Gleichrangigkeit von wirtschaftlichem Erfolg und sicherer Beschäftigung, von guten Produkten und guten Arbeitsplätzen. Wir werden also gute Dinge bewahren und uns dort weiterentwickeln, wo wir besser werden müssen“, kündigte Blessing an.

Einen Bedarf für Veränderungen sieht der Manager beim Führungsstil im Unternehmen. „Ich möchte, dass sich bei Volkswagen immer die beste Idee durchsetzt. Für den Erfolg von Volkswagen brauchen wir ehrliche, konstruktive Diskussionen und einen fairen Umgang aller miteinander - unabhängig von Hierarchien“, so Blessing.

Auch das Thema Frauenförderung hat sich der neue Personalvorstand auf die Fahne geschrieben.

htz

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