Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Neuer VW-Markenchef übt scharfe Kritik

Volkswagen Neuer VW-Markenchef übt scharfe Kritik

Zu teuer, zu ineffizient und zu viel Personal: Der neue VW-Markenchef Herbert Diess (56) hat laut einem Medienbericht bereits vor dem geplanten Antritt seines Postens im Juli ein vernichtendes Urteil über die Zustände in den VW-Fabriken gefällt. Damit drohen bei Volkswagen ab Sommer neue Konfliktherde.

Voriger Artikel
VW-Patriarch Piëch gerät unter Druck
Nächster Artikel
Machtkampf entschieden: Piëch tritt zurück

Herbert Diess: Der frühere BMW-Manager soll ab Juli neuer VW-Markenchef werden.

Quelle: Archiv

Die Marke VW-Pkw, die im Volkswagen-Konzern etwa für die Hälfte der Umsätze sorgt, hinkte zuletzt mit einer Renditekraft von rund zwei Prozent merklich den Zielen hinterher. VW-Chef Martin Winterkorn lenkte zwar schon gegen und brachte ein milliardenschweres Sparprogramm auf den Weg - wann aber die Marke auf Kurs kommt, ist ungewiss. Und die weitere Umsetzung liegt nur noch bedingt in seiner Hand: Im Sommer ist Schluss mit Winterkorns Personalunion als Konzern- und Markenchef, dann übernimmt der frühere BMW-Vorstand Diess die Führung der Marke VW-Pkw.

Eine erste Bestandsaufnahme der VW-Fabriken habe Diess regelrecht erschüttert, berichtet das „Manager Magazin“. Demnach bemängelte der frühere BMW-Entwicklungschef, dem ein Ruf als Sanierer vorauseilt, die Vielzahl teurer Hightechmaschinen in den VW-Werken bei gleichzeitig hohem Personaleinsatz sowie erheblichen Problemen in der Produktion. Diese Kritikpunkte habe Diess auch in einem Bericht an VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech aufgezählt.

Die Ausgangslage für Diess, der die Marke VW ab Juli wieder in die Spur bringen soll, ist verzwickter denn je: Jede größere Kurskorrektur würde vermutlich als Affront gegen den angeschlagenen Konzernchef Winterkorn gewertet. Gleichzeitig sind Effizienzsteigerungen durch Einschnitte bei den Personalkosten so gut wie ausgeschlossen, zumal der mächtige Betriebsratschef Bernd Osterloh bislang gestärkt aus dem Machtkampf an der VW-Spitze hervorgegangen ist.

htz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Volkswagen
Ende von VW-Machtkampf: Spätestens auf der Hauptversammlung Anfang Mai soll es ruhiger in der Konzernspitze werden.

Im Machtkampf bei Volkswagen gerät zehn Tage vor der Hauptversammlung nun Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch zunehmend unter Druck. Der 78-Jährige sei als Chefkontrolleur des Konzerns nicht mehr tragbar, sagten mehrere Mitglieder des 20-köpfigen Gremiums dem „Spiegel“.

  • Kommentare
mehr
Mehr aus Aktuell