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Neuer Name: Autovision heißt bald „Volkswagen Group Services“

VW-Tochter Neuer Name: Autovision heißt bald „Volkswagen Group Services“

Große Veränderungen bei der Autovision: Die VW-Tochter bekommt zum Jahresbeginn 2018 einen neuen Namen und stellt sich neu auf – unter anderem mit einem neuen Aufsichtsrat.

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Autovision: Die VW-Tochter wird in „Volkswagen Group Services“ umbenannt.

Wolfsburg.  Die Autovision bekommt einen neuen Namen: Die VW-Tochter mit Sitz in Wolfsburg wird zum 1. Januar 2018 in „Volkswagen Group Services“ umbenannt. Das hat der VW-Konzernvorstand nach WAZ-Informationen in dieser Woche beschlossen.

Am Donnerstag wurden die Mitarbeiter über die Entscheidung informiert. Der neue Name der Autovision soll „der strategischen Ausrichtung des Unternehmens auf den Gesamtkonzern, seine Marken und Gesellschaften Rechnung“ tragen, heißt es in einem Schreiben an die Belegschaft, das der WAZ vorliegt. Bereits zu Jahresbeginn wurde die Autovision – bislang eine Tochter der Marke Volkswagen-Pkw – finanzorganisatorisch dem Konzern zugeordnet. Die Umbenennung und der neue Auftritt seien nun der nächste logische Schritt, hieß es. Ebenfalls zum Jahresbeginn 2018 soll ein neuer Aufsichtsrat gebildet werden, der mit Vertretern verschiedener Konzernmarken und Betriebsräten besetzt wird.

„Für uns als Unternehmen sind die Umbenennung und die Gründung eines Aufsichtsrates wichtige Meilensteine in der Unternehmensentwicklung: Dies zeigt unsere enge Verbundenheit und künftige fachliche Rolle für unsere Auftraggeber im Konzern“, sagte Sebastian Krapoth, Sprecher der Geschäftsführung der Autovision. Der Betriebsrat unterstützt die Pläne und sieht in der Gründung des Aufsichtsrates eine langjährige Forderung umgesetzt. „Mit der Gründung dieses Gremiums unterstützen und festigen wir langfristig die Ausrichtung des Unternehmens und sichern gleichzeitig die Arbeitsplätze unserer Kolleginnen und Kollegen“, betonte Autovisions-Gesamtbetriebsratschef Stephan Wolf.

Auch die Autovision-Zeitarbeit, ein gemeinsames Tochterunternehmen der Autovision und der Wolfsburg AG, richtet sich neu aus und firmiert ab September 2017 als „Autovision – Der Personaldienstleister“. Da die Marke Volkswagen in den kommenden Jahren in großem Umfang Leiharbeit abbauen will, bemüht sich die Autovision-Zeitarbeit künftig verstärkt um neue Kunden außerhalb des VW-Konzerns. Zum Kerngeschäft soll neben der Vermittlung von Leiharbeitern die Übernahme kompletter Projekte im Bereich Personalmanagement gehören.

Als Folge der Neuausrichtung beider Unternehmen sollen Autovision (dann „Volkswagen Group Services“) und Autovision-Zeitarbeit (dann „Autovision – Der Personaldienstleister“) im Frühjahr 2018 jeweils eigene Betriebsräte wählen.

Zum Hintergrund: Die Autovision wurde im Jahr 2001 als 100-prozentige Volkswagen-Tochter gegründet – neben anderen Geschäftsfeldern als eine interne Zeitarbeitsfirma. Die Vermittlung von Leiharbeitern wurde Anfang 2014 in ein gemeinsamen Tochterunternehmen mit der Wolfsburg AG ausgegliedert – die Autovision-Zeitarbeit, die wiederum ab September 2017 in „Autovision – Der Personaldienstleister“ umbenannt wird.

Im August 2016 führte die Autovision eine neue Struktur mit fünf Geschäftsbereichen entlang der automobilen Wertschöpfungskette ein: Engineering, Fertigung, Logistik, Informationstechnik (IT) und kaufmännische Dienstleistungen. Die bereits erfolgte neue Zuordnung von der Marke VW-Pkw hin zum Volkswagen-Konzern und die geplante Umbenennung in „Volkswagen Group Services“ sind Zeichen für die neue Strategie der Autovision, die künftig insbesondere Wachstumspotenzale durch Aufträge anderer Konzernmarken nutzen. Die Autovision beschäftigt rund 11.000 Mitarbeiter, davon 8500 in Deutschland.

Von Florian Heintz

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