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Neue Krisensitzung der VW-Aufsichtsräte

Volkswagen Neue Krisensitzung der VW-Aufsichtsräte

Neue Krisensitzung des VW-Aufsichtsratspräsidiums in Wolfsburg: Abgeschirmt von der Öffentlichkeit sprach das fünfköpfige Gremium gestern auf dem Werksgelände unter anderem über einen Zwischenbericht zu der Abgas-Affäre.

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Neue Sorgen für Volkswagen: In Konzernkreisen wird befürchtet, dass VW die Öffentlichkeit zu spät über den Diesel-Skandal informiert und damit gegen das Aktienrecht verstoßen hat.

Über die konkreten Inhalte oder gar Beschlüsse wurde zunächst nichts bekannt. Nach stundenlangen Beratungen hieß es aus Teilnehmerkreisen, dass am Abend mit keiner Erklärung mehr zu rechnen sei. Unterdessen sollten die Gespräche bis tief in den Abend hinein weitergehen.

Zum innersten VW-Machtzirkel des Kontrollgremiums zählen Interims-Aufsichtsratschef Berthold Huber, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Aufsichtsrat Wolfgang Porsche, Betriebsratschef Bernd Osterloh und dessen Stellvertreter Stephan Wolf.

Am Sonntag vor einer Woche war herausgekommen, dass VW in den USA mit einem Computerprogramm die Abgaswerte bei Dieselwagen manipuliert hat. Weltweit sind nach Konzernangaben rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen.

Eine gute Nachricht?

Wie das "Wall Street Journal" berichtet, könnte der VW-Konzern womöglich ganz um Umweltstrafen in den USA herumkommen. Ein Schlupfloch in der US-Gesetzgebung soll der Grund für diese Meldung sein. Der Clean Car Act aus dem Jahr 1970 sehe eine weitgehende Straffreiheit für Autokonzerne vor. In Amerika sollen deshalb die Ermittler nun nach anderen Wegen suchen, um VW wegen der Abgas-Manipulationen zu belangen.

Schlechte Nachrichten?

Bereits am 3. September soll Volkswagen gegenüber der amerikanischen Umweltbehörde EPA die Manipulation eingeräumt haben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur spielt genau dieses Datum eine gewichtige Rolle. Denn gegenüber der Öffentlichkeit schwieg der Konzern sich noch Wochen aus. In Konzernkreisen wird befürchtet, VW habe damit gegen das Aktienrecht verstoßen. Denn alle börsenrelevanten Informationen müssen öffentlich gemacht werden. Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten, dann könnten weitere Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe auf VW zukommen.

Darüber hinaus ging es bei den Präsidiumsberatungen gestern auch um die Zukunft des bisherigen VW-Finanzchefs Hans Dieter Pötsch, der neuer Aufsichtsratschef werden soll.

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