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Nach Razzia: Ermittler werten Beweismaterial aus

Volkswagen Nach Razzia: Ermittler werten Beweismaterial aus

Nach der Großrazzia bei Volkswagen rechnet die Staatsanwaltschaft Braunschweig nicht mit schnellen Ergebnissen. „Wir haben jede Menge Material sichergestellt, das jetzt ausgewertet wird“, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe gestern. Zum Inhalt der konfiszierten Computer und Akten konnte er noch nichts sagen.

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Abgas-Affäre bei VW: Die Staatsanwaltschaft will die Beschuldigten demnächst vernehmen.

Quelle: Kevin Nobs

Am Donnerstag hatten drei Staatsanwälte und rund 50 Polizisten des Landeskriminalamtes die VW-Konzernzentrale in Wolfsburg sowie mehrere Dienst- und Privatgebäude von VW und Mitarbeitern durchsucht. Die Auswertung des sichergestellten Materials werde „mindestens mehrere Wochen dauern“, sagte Ziehe. Er betonte aber: „Die Ermittlungen laufen in dieser Zeit auf allen Ebenen weiter.“

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Abgas-Skandals gegen mehrere Mitarbeiter von Volkswagen, „aber nicht gegen den Konzern“, so Ziehe. Die Beschuldigten sollen in den nächsten Tagen vernommen werden. Mögliche Straftatbestände könnten Betrug und Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sein.

Den Vorwurf, die Staatsanwaltschaft habe sich mit der Razzia bei VW zu viel Zeit gelassen, weist die Behörde entschieden zurück. „Man kann sich nicht wie die Kavallerie aufs Pferd setzen und losreiten“, sagte Ziehe. Die Aktion an mehreren Orten habe einen enormen logistischen Aufwand erfordert. Neben gerichtlichen Beschlüssen mussten sich die Ermittler im Vorfeld auch einen Überblick verschaffen, in welchen Büros auf dem VW-Werksgelände sie nach Beweismaterial suchen müssen.

Die Razzia bei VW war natürlich nicht angekündigt. Verstärkte Kontrollen des Werkschutzes in den vergangenen Tagen - so auch am Mittwochabend am Tor 17 - waren eine Vorsichtsmaßnahme. Auch VW hat ein großes Interesse an der Aufklärung der Affäre und will verhindern, dass belastende Dokumente verschwinden.

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