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Mobilitäts-Strategie: Einstieg beim Uber-Rivalen Gett

Volkswagen Mobilitäts-Strategie: Einstieg beim Uber-Rivalen Gett

Wolfsburg/Berlin. Die Beteiligung am Uber-Rivalen Gett soll bei VW den Grundstein für das zweite Standbein als Mobilitäts-Dienstleister legen. Das klassische Geschäft, Autos zu entwickeln, zu bauen und zu verkaufen, werde zwar auch in Zukunft essenziell bleiben, sagte VW-Chef Matthias Müller am Mittwoch in Berlin.

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Handschlag: VW-Chef Matthias Müller (r.) und Gett-Gründer Shahar Waiser unterzeichneten am Mittwoch eine Vereinbarung zum Einstieg des deutschen Autobauers bei Gett.

Quelle: dpa

„Aber damit ist es nicht länger getan. Unser Kernprodukt ist künftig zunehmend nicht mehr nur das Auto“ - sondern Mobilität, schilderte der Konzernchef.

VW kündigte vergangene Woche den Einstieg beim Fahrdienst-Vermittler Gett mit 300 Millionen Dollar (aktuell rund 270 Mio Euro) an, nun wurde die Vereinbarung unterzeichnet. Die in Israel gegründete Firma Gett bietet ihre Dienste bisher mit rund 50.000 Fahrzeugen in 60 Städten weltweit an, darunter New York, London und Moskau. Wie bei Uber sind die Fahrer selbstständig und werden über die Online-Plattform vermittelt.

Als Meilenstein ihrer Kooperation verkündeten die beiden Unternehmen gestern die Markteinführung von Gett in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Ab der ersten Jahreshälfte 2017 sollen Gett-Taxen dann auch durch deutsche Großstädte wie Berlin fahren.

„Gett ist für uns keine reine Finanzbeteiligung“, betonte Müller. Das Geschäft mit Fahrdiensten auf Abruf, in das VW damit einsteigt, rücke ins Zentrum der neuen Geschäfts-Säule Mobilität. Es sei eine gute Idee, ein zweites Standbein zu schaffen. In den nächsten 10 bis 20 Jahren werde Volkswagen zwar das Geld weiterhin hauptsächlich mit klassischem Automobilbau verdienen - wolle aber bereits einen nennenswerten Teil des Umsatzes mit Mobilitätsdiensten erwirtschaften.

Der für Mobilitäts-Dienste zuständige VW-Manager Ole Harms sagte, es werde auch darum gehen, Autos des Konzerns an Gett-Fahrer zu verkaufen. Vor allem wolle VW aber mit den Mobilitätsdiensten ins Geschäft mit Kunden kommen, die kein Auto besäßen. Zusammen mit Gett sollen auch Anwendungen für einzelne Konzernmarken entwickelt werden.

So sei denkbar, dass in einer Premium-Variante der App ein Porsche Panamera oder ein Audi A8 zum Einsatz kommen könnten, sagte Müller. Die Gett-Plattform solle ebenfalls für Güter-Transporte eingesetzt werden.

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