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Mitarbeiter-Geständnisse deckten CO2-Betrug auf

Volkswagen Mitarbeiter-Geständnisse deckten CO2-Betrug auf

Die Aufdeckung des jüngsten Abgas-Skandals bei Volkswagen geht nach Informationen der „Bild am Sonntag“ auf das Geständnis eines Wolfsburger Ingenieurs zurück. Der Mitarbeiter der Forschung und Entwicklung habe seinem Vorgesetzten vom großangelegten CO2-Betrug berichtet.

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Zu ehrgeizige Ziele? Beim Genfer Autosalon 2012 kündigte der damalige VW-Chef Martin Winterkorn an, der Konzern werde den CO2-Ausstoß bis 2015 um 30 Prozent senken.

Quelle: Julian Stratenschulte

Der Konzernrevision lägen zudem Geständnisse weiterer Mitarbeiter vor. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren: „Bei internen Untersuchungen haben Mitarbeiter angegeben, dass es bei der Ermittlung der Verbrauchswerte Unregelmäßigkeiten gegeben hat. Wie es dazu gekommen ist, ist Gegenstand der laufenden Prüfung“, sagte er.

Laut dem Zeitungsbericht begann der Betrug mit geschönten Sprit- und CO2-Angaben von Hunderttausenden Volkswagen-Modellen 2013 und lief bis zum Frühjahr 2015. Die Techniker hätten mit unerlaubten Maßnahmen die Werte manipuliert, zum Beispiel durch einen höheren Reifendruck von mehr als 3,5 bar. Daneben sei auch Diesel ins Motoröl gemischt worden, damit der Wagen leichter läuft und weniger Sprit verbraucht.

VW hatte am Dienstag mitgeteilt, dass bei einigen Fahrzeugmodellen zu niedrige CO2- und damit auch Verbrauchsangaben festgelegt wurden. Es geht um 800.000 Wagen. Die größten Abweichungen gibt es dem Bericht zufolge beim BlueMotion Polo. Auch Golf-Modelle sollen deutlich mehr Sprit schlucken als von VW angegeben.

Die Ingenieure gaben der Zeitung zufolge bei Befragungen an, sie hätten die Ziele des inzwischen zurückgetretenen VW-Chefs Martin Winterkorn mit legalen Mitteln nicht erreichen können. Dieser hatte 2012 angekündigt, VW werde den CO2-Ausstoß bis 2015 um 30 Prozent senken.

In den Befragungen sollen die VW-Techniker jetzt gestanden haben, dass sie aus Furcht vor der Konzernspitze nicht früher mit der Wahrheit herausgerückt waren. Bislang seien mehr als zehn Beteiligte bekannt. VW prüfe derzeit, welche Mitarbeiter beurlaubt werden sollen.

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