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Ministerpräsident Stephan Weil im VW-Werk

Volkswagen Ministerpräsident Stephan Weil im VW-Werk

Mitten in der Diesel-Krise hat Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil gestern das VW-Werk Wolfsburg besucht. Der Termin war seit längerem geplant, bei Gesprächen mit VW-Chef Matthias Müller, Betriebsratsboss Bernd Osterloh und Mitarbeitern aus der Fertigung stand aber die Abgas-Affäre im Mittelpunkt.

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Prominenter Besuch bei Volkswagen: Nach einer gemeinsamen Werkstour traten Betriebsratschef Bernd Osterloh (v.l.), VW-Chef Matthias Müller und Ministerpräsident Stephan Weil vor die Presse.

Müller sieht trotz möglicher Absatzeinbußen noch keine direkten Folgen für die Jobs bei Volkswagen. „Im Moment haben wir keinen Anlass, über Kurzarbeit auch nur nachzudenken“, sagte der VW-Chef, nachdem er gemeinsam mit Weil, Osterloh, Werkleiter Jens Herrmann und Oberbürgermeister Klaus Mohrs die Golf-Produktion besucht hatte.

„Die Absatzzahlen sind nach wie vor stabil, das ist die beste Nachricht des Tages“, betonte Weil nach der Werkstour. Der Belegschaft sei klar, dass der Konzern durch eine schwierige Phase gehe. Es sei aber gleichzeitig ein starker Wille der Mitarbeiter zu erkennen, für ihr Unternehmen zu kämpfen, um Vertrauen zurückzugewinnen. Weil betonte, dass ein Aspekt derzeit oft zu kurz komme: „Volkswagen ist eine Perle der deutschen Industrie.“ Besonders beeindruckt habe ihn bei seinem Besuch der Austausch mit VW-Auszubildenden, die sich in der Gedenkstätte Auschwitz engagieren.

Die Folgen des Diesel-Skandals für die Arbeitsplätze bei VW sind laut Betriebsratschef Osterloh erst nach der Aufsichtsratssitzung im November absehbar. Bei der so genannten Planungsrunde wird über die Investitionen entschieden - und darüber, welche Projekte wegen des verschärften Sparkurses auf Eis gelegt werden müssen.

Bei der Suche nach Antworten zur Schuldfrage der Abgas-Affäre bat VW-Chef Müller um Geduld: „Es ist nach wie vor so, dass wir in der Aufklärung begriffen sind.“

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