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Machtkampf: Osterloh steht weiter zu Winterkorn

Volkswagen Machtkampf: Osterloh steht weiter zu Winterkorn

In der Machtprobe an der Volkswagen-Spitze kann Konzernchef Martin Winterkorn weiter auf die Rückendeckung der Arbeitnehmer setzen. Für den obersten Betriebsrat Bernd Osterloh habe seine Aussage vom vergangenen Freitag unverändert Bestand, hieß es gestern aus seinem Umfeld.

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Machtkampf bei VW: Betriebsratschef Bernd Osterloh hält weiter zu Konzernchef Martin Winterkorn - damit steht sein Wort gegen das von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch.

Quelle: Archiv

„Wenn es nach uns geht, wird sein (Winterkorns) Vertrag über 2016 hinaus verlängert“, hatte der Aufsichtsrats-Vize Osterloh erklärt. Damit steht sein Wort nach wie vor gegen das von VW-Patriarch Ferdinand Piëch, der am Freitag „auf Distanz zu Winterkorn“ gegangen war und seinem langjährigen Weggefährten damit das Vertrauen entzog.

Medien spekulieren wegen des Bruchs bereits über einen raschen Abgang des bestbezahlten Dax-Managers Winterkorn. Als heißester Nachfolge-Kandidat wird Porsche-Chef Matthias Müller gehandelt. Den Chefposten bei der Hausmarke Volkswagen Pkw, die Winterkorn seit 2007 in Personalunion führt, gibt er zum Juli ab. Dann übernimmt der frühere BMW-Manager Herbert Diess, bekannt als Kostensenker.

Nun dürfte Piëch mit seinen Aussagen auch einen späteren Wechsel Winterkorns an die Spitze des VW-Aufsichtsrats verbaut haben. Dabei galt dieser nächste Karrieresprung hin zum Piëch-Nachfolger bei Beobachtern schon als ausgemachte Sache. Aus Arbeitnehmerkreisen verlautete gestern, Osterloh halte intensiven Kontakt zu allen Protagonisten im Aufsichtsrat, darunter auch die Seiten der Piëchs und Porsches. Pläne für ein Treffen der Eigentümer-Familien wurden bislang nicht bekannt.

Doch die Zeit drängt: Sonntag wird Winterkorn auf einer großen VW-Veranstaltung vor dem Beginn der Automesse in Shanghai erwartet. Am 5. Mai steigt die Hauptversammlung in Hannover - bis dahin müsse eine Lösung her, heißt es bei Aufsichtsrats-Insidern.

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