Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Land trägt Entlastung für VW-Vorstand nicht mit

Volkswagen Land trägt Entlastung für VW-Vorstand nicht mit

Hannover. Der VW-Großaktionär Niedersachsen verweigert dem Konzernvorstand wegen offener Fragen in der Abgas-Affäre eine komplette Entlastung für das vergangene Jahr. Das Land enthielt sich beim Abstimmen auf der Hauptversammlung am Mittwochabend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seiner Stimmen bei einem amtierenden und einem früheren Manager.

Voriger Artikel
Mut und Demut: VW wirbt um Verständnis bei seinen Aktionären
Nächster Artikel
Niedersachsen: Enthaltung ist kein Misstrauen gegenüber VW

VW-Hauptversammlung in Hannover: Das erste Aktionärstreffen in der Diesel-Krise wurde für die Konzernführung zum Spießrutenlauf.

Quelle: dpa

Konkret verweigerte Niedersachsen mit seinem 20-Prozent-Anteil an VW den Vertrauensbeweis für den zurückgetretenen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn und den amtierenden VW-Markenchef Herbert Diess. Niedersachsens Enthaltungen traten im Ergebnis deutlich zutage, auch wenn die Zustimmung in Summe zur Entlastung reichte.

Der VW-Konzern warb mit einer Mischung aus Demut und Reformwillen bei seinen Aktionären um Rückhalt für den Weg aus der Abgas-Affäre geworben. „Volkswagen ist mehr als diese Krise. Unser Konzern verfügt über Qualitäten, die nicht über Nacht verloren gegangen sind“, sagte VW-Chef Matthias Müller.

VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch bezeichnete die Diesel-Krise als historischen Scheideweg. „Volkswagen steht in diesen Tagen vor der größten Bewährungsprobe seiner Unternehmensgeschichte.“

Beim Kampf gegen die Altlasten der weltweit elf Millionen manipulierten Diesel kommt Volkswagen voran. Das Kraftfahrt-Bundesamt habe die Freigabe für europaweit rund eine Million zusätzliche Fahrzeuge erteilt, sagte Müller.

Damit hätten auf dem Heimatkontinent mittlerweile mehr als 3,7 Millionen Diesel grünes Licht für die Nachbesserungen. Wie zuvor geht es dabei zunächst nur um die 2,0 Liter großen Varianten des Skandalmotors EA189. Die kleineren Maschinen mit 1,2 und 1,6 Liter Hubraum sollen später im Jahr folgen.

htz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
VW-Hauptversammlung

Die Aktionäre von Volkswagen trafen sich am Mittwoch in Hannover zur Hauptversammlung. Neun Monate nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei VW ging es hoch her: Für Vorstand und Aufsichtsrat war es ein stundenlanges Scherbengericht. 

  • Kommentare
mehr
Mehr aus Aktuell