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Kurzarbeit bei Zulieferern steigt rasant

Volkswagen Kurzarbeit bei Zulieferern steigt rasant

Bei Lieferanten und Dienstleistern im Umkreis des Wolfsburger VW-Stammwerkes mehren sich die Hinweise auf negative Folgen des verschärften Sparkurses bei dem Autobauer.

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Sparkurs bei VW: Ingenieurdienstleister und Betriebe aus der Industrie im haben vergangenen Monat deutlich mehr Kurzarbeit angemeldet als vor einem Jahr.

Quelle: Archiv

Nach Angaben der Arbeitsagentur Helmstedt vom Freitag haben Ingenieurdienstleister und Betriebe aus der Industrie im vergangenen Monat deutlich mehr Kurzarbeit angemeldet als vor einem Jahr. Nach vorläufigen Zahlen der Agentur, die auch für Wolfsburg und Gifhorn zuständig ist, meldeten im Januar 15 Betriebe für 300 Mitarbeiter Kurzarbeit an. Darüber hatte am Freitag zuerst die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet. 

Zum Vergleich: Im Januar 2015 waren nur 18 Mitarbeiter eines einzigen Betriebes von Kurzarbeit betroffen. Einen direkten Zusammenhang zur Abgas-Krise und zum VW-Sparkurs wollte eine Sprecherin der Agentur nicht bestätigen. „Wir merken aber, dass sich der Beratungsbedarf zur Kurzarbeit bei den Betrieben deutlich erhöht hat“, sagte sie. 

Ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes NiedersachsenMetall bekräftigte ähnlich lautende Ergebnisse aus einer Umfrage vom Januar. Demnach schlagen derzeit vor allem die Zulieferer des kriselnden VW-Konzerns Alarm. Das Ordervolumen gehe dort zurück, teils über alle Baugruppen hinweg. Die befragten Betriebe beklagten sich zudem massiv über fehlende Informationen vom Konzern. Das erhöhe die Unsicherheit. 

Zwei von VW abhängige Firmen - ein Dienstleister und ein Logistiker - bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass Volkswagen schon seit Ende 2015 heftig bremse. In den zwei Betrieben herrscht Einstellungsstopp, befristete Verträge laufen aus und Mitarbeiter in der Probezeit haben dort in der Regel keine Perspektive mehr.

dpa/lni

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