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Konzern-IT von VW eröffnet Rechenzentrum auf Island

Wolfsburg-Volkswagen Konzern-IT von VW eröffnet Rechenzentrum auf Island

Die Volkswagen Konzern-IT hat ein Rechenzentrum in Island bezogen. Es wird mit erneuerbaren Energien betrieben und arbeitet besonders umweltfreundlich. Auf den Servern laufen sogenannte High Performance Computing-Anwendungen, die sehr viel Rechenleistung fordern.

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VW setzt auf Rechenpower aus Island (v.li.): Christian Kallenbach (Verne Global), Harald Berg (VW) und Helgi Helgason (Verne Global) beim offiziellen Festakt. Verne Global betreibt das Rechenzentrum.

„Schon heute entwickeln und testen wir einen Großteil unserer Fahrzeuge virtuell. Selbst neue Fabriken simulieren wir am Bildschirm, bevor wir sie bauen. All das braucht viel Rechenleistung, und der Bedarf steigt stetig“, sagt Harald Berg, verantwortlich für die Netzwerke und Rechenzentren im Konzern. „Mit dem Standort in Island sorgen wir vor: Er bietet Platz für weitere Ausbaustufen und arbeitet besonders effizient.“

Das Rechenzentrum bezieht seinen Strom aus Wasserkraft und Erdwärme. Durch das konstant kühle Klima lassen sich die Rechner überwiegend mit Umgebungsluft kühlen. Das bedeutet weniger zusätzlichen Kühlaufwand und geringeren Energieverbrauch, was der Umwelt zu Gute kommt. Vor Ort stehen die Rechner in speziell gesicherten Räumen. Zwei Hochgeschwindigkeitsleitungen verbinden die isländischen Server mit den Systemen in Wolfsburg. Mit einem Gigabit pro Sekunde übertragen sie Daten etwa 40 Mal so schnell wie ein handelsüblicher Internetanschluss - natürlich verschlüsselt.

Der für Volkswagen reservierte Bereich im Rechenzentrum kann den Servern ein Megawatt elektrische Leistung liefern. Zum Vergleich: Die beiden Rechenzentren in Wolfsburg kommen zusammen auf rund sechs Megawatt. In den vergangenen Monaten hatten Experten der Konzern IT den Aufbau der Infrastruktur im Rechenzentrum intensiv begleitet. Geplant ist, die Kapazitäten in Island künftig weiter auszubauen.

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