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Knochenjobs verschwinden: VW gestaltet „rote Arbeitsplätze“ um

Volkswagen Knochenjobs verschwinden: VW gestaltet „rote Arbeitsplätze“ um

Mit Millionen-Investitionen und findigen Mitarbeiter-Ideen treibt VW die ergonomische Verbesserung der Arbeitsplätze im Werk Wolfsburg voran. Schwere Knochenarbeit soll bald möglichst ganz verschwunden sein.

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Golf-Montage: Der „mitlaufende Wagen“ erleichtert den Anbau der Teile am Band.

Im Projekt „Ganzheitliche Ergonomie-Strategie“ (GES) nehmen Experten von VW und der TU Chemnitz gemeinsam die Arbeitsbedingungen in der Produktion unter die Lupe. Bei der Bewertung hilft ein Ampelsystem: Rot - Gelb - Grün.

Ursprünglich sollten alle „roten Arbeitsplätze“, deren Tätigkeiten besonders auf die Gesundheit gehen, bis 2015 umgestaltet sein. „Das Ziel ist zeitlich nach hinten gerutscht“, sagt Friedrich-Wilhelm Gundlach, Leiter Strategie und Kompetenzentwicklung Komponente. Grund dafür sei die verbesserte Methodik der Untersuchung, wodurch inzwischen mehr Arbeitsplätze als Rot eingestuft werden. „Das Datum ist etwas nach hinten gerückt, dafür ist die Analyse wesentlich gründlicher“, betont Betriebsrat Andreas Heim.

Die ergonomischen Verbesserungen fangen an bei einem rückenfreundlichen Holzboden und Werker-Mitfahrbändern, umfassen neue Montagewagen, die den Anbau der Teile erleichtern, und enden bei der Einführung von Hebehilfen für schwere Blechteile im Presswerk. Auch die Büro-Arbeitsplätze nimmt VW in den Blick: „Bei Neugestaltungen wird es höhenverstellbare Schreibtische geben“, so Heim.

„Ganzheitlich“ ist die Ergonomie-Strategie auch deshalb, weil die Belastungen für die Mitarbeiter bereits bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge berücksichtigt werden. Auch das VW-Gesundheitswesen ist eingebunden. Wenn durch die Verwendung neuer Teile Beschwerden auftreten, „dann gucken wir uns vor Ort genau an, woran es hakt“, erklärt Arbeitsmediziner Dr. Jörg Lamberg.

Die zum Teil hohen Investitionen sollen sich langfristig auch wirtschaftlich rechnen. „Wir setzten auf ergonomisch gute Arbeitsbedingungen, weil das die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter fördert, aber auch die Qualität der Produkte und die Produktivität“, sagt Kai-Stefan Linnenkohl, Personalleiter der Komponente.

htz

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