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Keine Ruhe: Jetzt geht‘s um Piëchs Zukunft

Volkswagen Keine Ruhe: Jetzt geht‘s um Piëchs Zukunft

Nach dem Machtkampf kehrt bei VW keine Ruhe ein. Während Konzernchef Martin Winterkorn als Sieger dasteht, werden die Fragen nach der Rolle von VW-Patriarch Ferdinand Piëch lauter. Es gibt Gerüchte, wonach Aufsichtsratschef Piëch gestürzt werden könnte.

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Wie geht es weiter an der VW-Spitze? Nach dem Machtkampf bleiben Fragen zum Verhältnis zwischen Vorstandschef Martin Winterkorn (l.) und Aufsichtsratschef Ferdinand Piech offen.

Quelle: Archiv

Das Präsidium des VW-Aufsichtsrats hatte Winterkorn am Freitag das Vertrauen ausgesprochen und angekündigt, sich sogar für eine Vertragsverlängerung stark zu machen. Dies wurde als krachende Niederlage für Piëch gewertet, der Winterkorn zuvor öffentlich infrage gestellt hatte. Medien spekulierten, dass sich der Patriarch damit nun nicht bis 2017 auf dem Chefkontrolleursposten halten könne. VW-Aufsichtsräte wiesen angebliche Putsch-Pläne gestern aber klar zurück.

Der Streit im Aufsichtsrats-Präsidium war beim Krisengipfel vom Donnerstag in Salzburg offenbar soweit eskaliert, dass es beinahe zu einer Revolte gegen Piëch gekommen wäre, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Piëch habe sich zunächst hartnäckig geweigert, Winterkorn im Amt zu belassen. Alle übrigen fünf Mitglieder des Präsidiums hätten Piëch aber jedes Zugeständnis ausgeschlagen und seien sogar dazu bereit gewesen, ihn notfalls zum Rücktritt aufzufordern. Erst nach einem gegenseitigen Ultimatum habe Piëch am Freitag eingelenkt.

Obwohl der innerste Kern des VW-Aufsichtsrats Winterkorn den Rücken stärkte, bleiben Fragen offen. Insider berichten, Piëch sei nach wie vor nicht zu unterschätzen. Auto-Experte Stefan Bratzel sagt: „Piëch hat eine kleine Schlacht verloren, aber der Krieg ist noch lange nicht entschieden.“

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VW-Chef Martin Winterkorn: Das Präsidium des Aufsichtsrats stärkte ihm in einer Erklärung deutlich den Rücken.

Kein schneller Auftritt nach dem Machtkampf: VW-Chef Martin Winterkorn fehlte gestern überraschend bei einer großen VW-Veranstaltung vor dem Beginn der Automesse in Shanghai. „Herr Winterkorn hat sich wegen eines grippalen Infekts dazu entschieden, nicht nach Asien zu reisen“, sagte Konzernsprecher Andreas Lampersbach.

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