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Job-Garantie: Osterloh sieht keinen Spielraum

Volkswagen Job-Garantie: Osterloh sieht keinen Spielraum

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sieht bei möglichen Verhandlungen über den Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung keinen Spielraum für Zugeständnisse. „Das Unternehmen möchte ganz gern mit uns Gespräche führen, habe ich gehört“, sagte Osterloh. Für die Belegschaft gebe es aber angesichts der guten Auslastung der deutschen Standorte keinen Anlass für ein Entgegenkommen.

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VW: Bei Verhandlungen über die Beschäftigungsgarantie sieht der Betriebsrat keinen Anlass für Zugeständnisse.

Bei VW gibt es seit 20 Jahren eine Beschäftigungsgarantie, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Der Tarifvertrag wurde 2006 neu abgeschlossen und verlängert sich automatisch, solange er nicht gekündigt wird.

Aus Sicht des Betriebsrates gibt es aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und der „Top-Auslastung“ der Werke keinen Grund für Diskussionen über die Beschäftigungsgarantie. „Wir können den Vertrag gerne um fünf Jahre verlängern, so wie er im Moment ist“, sagte Osterloh. Es sei aber wahrscheinlich, dass das Unternehmen bei neuen Verhandlungen mit Forderungen an die Belegschaft herantreten würde. „Die Kolleginnen und Kollegen fragen sich natürlich auch: Warum sollten wir neu verhandeln und noch etwas dafür geben?“

Dass die Beschäftigungsgarantie zu einem wirklichen Streitthema wird, scheint momentan eher unwahrscheinlich. Neben der bei VW vorherrschenden Kultur des Einvernehmens spricht dagegen, dass der Betriebsrat im Konfliktfall am längeren Hebel sitzt: Falls VW die Beschäftigungsgarantie aufkündigen würde und keine Einigung möglich wäre, dann würde automatisch der Tarifvertrag von 1993 in Kraft treten. Dadurch würden unter anderem die Arbeitskosten erheblich steigen.

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