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Informationspflicht: Anlegeranwalt sieht Fehler bei VW

Volkswagen-Abgasaffäre Informationspflicht: Anlegeranwalt sieht Fehler bei VW

Die Pressemitteilung des VW-Konzerns zu Kritik an der Informationspolitik im Diesel-Skandal ist nach Ansicht eines Anlegeranwalts teils „irreführend und falsch“. Die Pflicht, börsenkursrelevante Informationen unverzüglich bekannt zu geben, treffe generell das Unternehmen als solches und eben nicht nur den Vorstand oder einzelne Mitglieder.

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Quelle: dpa

Volkswagen hatte in der Erklärung vergangene Woche argumentiert, dass es für jede Pflichtmitteilung an die Finanzwelt Voraussetzung sei, „dass die für die Erfüllung dieser Pflicht verantwortlichen Personen Kenntnis eines kursrelevanten Sachverhalts erlangen und die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Information abschätzen können“. 

Das wies der Tübinger Anlegeranwalt Andreas Tilp am Montag zurück. Die Pflicht, börsenkursrelevante Informationen unverzüglich bekannt zu geben (sogenannte Ad-hoc-Pflicht) treffe generell das Unternehmen als solches und eben nicht nur den Vorstand als Organ oder einzelne Mitglieder. Daher werde laut höchstrichterlicher Rechtssprechung „gerade auch das Wissen von solchen Mitarbeitern zugerechnet, die unterhalb der Organebene angesiedelt sind“, teilte Tilp mit.  Wie es aussieht, werden sich Tilp und die VW-Anwälte vor Gericht wiedersehen. Beide Parteien haben Anträge auf ein Sammelverfahren gestellt, das die Anlegerklagen im Zuge der Abgas-Affäre gebündelt vor dem Oberlandesgericht Braunschweig aus der Welt schaffen soll.

dpa

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