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IGM nimmt Ingenieur-Dienstleister ins Visier

Volkswagen IGM nimmt Ingenieur-Dienstleister ins Visier

Die IG Metall Wolfsburg geht mit breiter Brust ins Jahr 2016. Nachdem sie im Vorjahr die Marke von 90.000 Mitgliedern geknackt hat und in der Logistikbranche aufräumen konnte, nimmt sich die Gewerkschaft nun die Ingenieur-Dienstleister im VW-Umfeld vor.

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Nicht nur bei VW eine Macht: Mit 90.246 Mitgliedern ist die Wolfsburger Geschäftsstelle der IG Metall die größte in Deutschland.

Quelle: dpa

Bei dieser Klientel hat die Gewerkschaft außerhalb des VW-Konzerns traditionell einen schweren Stand. Zwischen 8000 und 12.000 Beschäftigte arbeiten laut IG Metall bei den Ingenieur-Dienstleistern und IT-Betrieben im Bereich der Wolfsburger Geschäftsstelle, nur rund ein Fünftel von ihnen sind gewerkschaftlich organisiert. Das soll sich ändern. „Ich bin guter Dinge, dass uns das gelingen wird“, sagt IG-Metall-Chef Hartwig Erb.

Anders als in der Logistikbranche, wo die IG Metall im vergangenen Jahr erste Erfolge erzielen konnte, steht bei den hochqualifizierten Ingenieuren weniger die Bezahlung im Mittelpunkt. Neben einer Regelung der Arbeitszeiten will die Gewerkschaft vor allem Betriebsräte in den Unternehmen installieren. „Wir brauchen diese Betriebe auch, um das Thema Werkverträge geregelt zu bekommen“, betont Erb.

Beherrschendes Thema im Frühjahr sind die Tarifverhandlungen in der Metallindustrie und bei Volkswagen. „Wir gehen davon aus, dass es eine schwierige Tarifrunde wird“, sagt Lothar Ewald, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall. Neben der angepeilten Forderung nach fünf Prozent mehr Geld geht es bei VW auch um die Fortsetzung der Altersteilzeit und die Zukunft der Betriebsrente. „Die Alterssicherung hat sich auch bei VW verschlechtert“, so Ewald.

Für Rückhalt sorgt eine starke Basis: Die IG Metall Wolfsburg hat 90.246 Mitglieder (Stand: Dezember 2015), das waren 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gewerkschaft will aber nicht nur eine Macht in den Betrieben sein, sondern sich auch weiter stark gesellschaftspolitisch einbringen – zum Beispiel beim Thema Flüchtlinge. Als „einer der drei Leuchttürme“ der Region neben Volkswagen und der Stadt Wolfsburg beschreibt Ewald das Selbstbild der IG Metall.

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