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IG Metall: Klare Regeln für Werkverträge

Volkswagen IG Metall: Klare Regeln für Werkverträge

Klare Regelungen zur Abgrenzung zwischen echten Werkverträgen und Schein-Werkverträgen hat Wolfsburgs IG-Metall-Chef Hartwig Erb gefordert. Mit einem Aktionstag am Donnerstag, 24. September, soll eine entsprechende Gesetzesinitiative unterstützt werden.

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Die IG Metall lässt nicht locker: Erster Bevollmächtigter Hartwig Erb fordert beim Thema Werkverträge klare Verhältnisse, auch im VW-Werk.

Der IG Metall gehe es nicht um die Abschaffung von Werkverträgen, sagt Hartwig Erb in einem Interview auf der IGM-Homepage (www.igmetall-wob.de). Es gebe aber viele Fälle, in denen sich hinter einem (Schein-)Werkvertrag ein ganz normales Arbeitsverhältnis verberge – nur ohne angemessene Bezahlung und Absicherung. „Eine Möglichkeit, die Situation zu verbessern, wäre eine Umkehr der Beweislast“, sagt Erb; Unternehmen müssten dann vor Gericht selbst beweisen, dass sie einen echten Werkvertrag abgeschlossen haben. Zudem plädiert er vehement für verschärfte Kontrollen: „Das ist wie beim Mindestlohn. Die Einhaltung muss kontrolliert werden.“

Beim Aktionstag am 24. September zu Werkverträgen in der Automobilindustrie würden Ingenieure, die als Werkvertragsnehmer in der FE von VW arbeiten, „klarmachen, dass sie die Zweiklassen-Gesellschaft satt haben“. Forderung der Gewerkschaft: Betriebsräte sollen künftig die Interessen aller Beschäftigten auf dem Werksgelände vertreten dürfen. Und das nicht nur bei VW – in der Logistikbranche stelle sich die Situation noch wesentlich drastischer dar. Die Entgelte in der „Kontraktlogistik“ lägen teilweise um 60 bis 70 Prozent unter dem Niveau der Industriebetriebe.

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