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Hofer schließt Standort: IG Metall erhebt Vorwürfe

VW-Dienstleister Hofer schließt Standort: IG Metall erhebt Vorwürfe

Nach der Schließung des Wolfsburger Standortes von Hofer Getriebetechnik erheben IG Metall und Betriebsrat Vorwürfe gegen den Ingenieurdienstleister. Wird der Betrieb mit voller Absicht abgewickelt?

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Berichteten über die Lage bei Hofer: Betriebsbetreuer Torsten Felgentreu (v.li.), Betriebsräte Andreas Söhn und Detlev Velten-Sukopp und IG-Metall-Chef Hartwig Erb.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. „Es wundert uns schon, dass die Geschäftsführung von Hofer ihren einzigen Standort mit Betriebsrat und Tarifvertrag liquidiert“, sagte Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, am Dienstag.

Hofer Getriebetechnik hatte Ende Januar völlig überraschend bekanntgegeben, dass der Standort im Gewerbegebiet Heinenkamp von heute auf morgen geschlossen wird (WAZ berichtete). Bemerkenswert ist aus Sicht von Hofer-Betriebsrat Detlev Velten-Sukopp, dass Hofer in Wolfsburg bereits seit 2012 kontinuierlich Stellen abgebaut habe - von damals 65 auf zuletzt 35 Beschäftigte. „Wir haben den Verdacht, dass es sich um eine planmäßige Liquidation des Betriebs handelt, um Betriebsrat und IG Metall auszuschalten“, sagte Velten-Sukopp.

IG-Metall-Chef Erb appelliert aber auch an VW, die eigene Vergabepraxis bei Aufträgen zu überdenken. „Das geht so weit, dass die Menschen von ihrer Arbeit nicht mehr leben können. Das haben sich Ingenieure vor 15 Jahren nicht träumen lassen“, so Erb. Über die Auftragsvergabe will die IG Metall nun mit Volkswagen sprechen.

Einen ausführlichen Bericht und weitere Hintergründe zu diesem Thema gibt es am Mittwoch in der WAZ.

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