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Hiltrud Werner: "VW hat aus Diesel-Skandal gelernt"

Volkswagen Hiltrud Werner: "VW hat aus Diesel-Skandal gelernt"

Volkswagen hat nach Ansicht des Konzerns aus der Abgas-Affäre gelernt. „Wir ziehen gerade in vielen Bereichen unsere Lehren aus der Diesel-Krise“, sagte Hiltrud Werner, seit Februar Vorstand für Integrität und Recht im VW-Konzern.

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Diesel-Skandal: Die Aufarbeitung der Affäre im Konzern ist laut VW-Vorstand Hiltrud Werner noch lange nicht abgeschlossen.

Quelle: Archiv (2)

Wolfsburg. „Wir sind uns bewusst, dass das tatsächlich ein Skandal für dieses Unternehmen ist.“ Werner betonte, nichts hätten die amerikanischen Behörden VW so übel genommen wie die Behinderung der Ermittlungen: „Ich bin mir sicher, dass wir aus diesem Teil des Diesel-Skandals besonders viel gelernt haben.“

Zur Aufarbeitung der Affäre sagte Werner, die Umsetzung interner Projekte sei noch lange nicht abgeschlossen: „Gerade im Produktentwicklungsprozess sind IT-Systeme neu zu entwickeln, um die Dokumentationspflichten noch besser zu erfüllen. Da gibt es Roll-out-Pläne, die bis ins Jahr 2018 hineinreichen.“

In der Diesel-Krise sei deutlich geworden, dass es bei Audi und Volkswagen häufig verschiedene Organisationsstrukturen gebe. Ziel sei es, diese anzugleichen: „Das sorgt dafür, dass sich keine Insel-Kulturen bilden können, in denen Informationen nicht nach außen dringen. Viele Projekte werden uns sicher noch die nächsten zwei Jahre beschäftigen.“

Zu den Lehren aus der Krise gehöre auch, dass mehr Vorsorge in Sachen IT-Sicherheit wichtig sei, um bedeutende Informationen notfalls wiederherstellen zu können und Archivierungsfristen zu erfüllen. Werner nannte außerdem die Neuorganisation des Hinweisgebersystems.

Konstruktive Gespräche habe es mit Larry Thompson gegeben, so Werner. Zum Kompromiss mit den US-Behörden gehört eine dreijährige Bewährungszeit für VW. In dieser Zeit werden die Geschäfte von einem unabhängigen Prüfer beaufsichtigt – dem Juristen und ehemaligen  US-Staatssekretär Thompson.

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