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Haustarif: IG Metall will fünf Prozent mehr Geld

Volkswagen Haustarif: IG Metall will fünf Prozent mehr Geld

Die Abgas-Affäre bei VW ist für die IG Metall kein Grund zu tarifpolitischer Bescheidenheit. Die Gewerkschaft empfahl heute in Hannover die Forderung nach fünf Prozent mehr Geld für die nahende Runde im Volkswagen-Haustarif mit seinen 120.000 Beschäftigten.

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Volkswagen: Die IG Metall peilt fünf Prozent mehr Geld für die Beschäftigten an.

Quelle: Volkswagen/dpa

„Der Dieselskandal ist kein Grund, bei den Volkswagen-Beschäftigten Abstriche hinzunehmen“, sagte der IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine. „Fünf Prozent mehr Geld sind angemessen und fair. Wir gehen selbstbewusst in die Tarifauseinandersetzung und ziehen mit der Fläche an einem Strang.“

Die 5 Prozent decken sich mit der Empfehlung für den Flächentarif. Zudem will die Gewerkschaft im VW-Haustarif eine Verlängerung der Altersteilzeit durchboxen.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh betonte, die Beschäftigten hätten mit den manipulierten Abgaswerten nichts zu tun. „Deshalb muss uns in der Tarifrunde auch kein Manager Lohnverzicht predigen.“ Zudem wies er darauf hin, dass die Kollegen im Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie schon in der vergangenen Tarifrunde ihre Altersteilzeit verlängert bekamen. Im VW-Haustarif sei es damals nur ums Geld gegangen – mit einem Abschluss auf dem Flächentarifniveau. Daher rechnet Osterloh mit einer Verlängerung der Altersteilzeit „ohne Bedingungen um fünf Jahre“.

Der Flächentarif läuft Ende März aus, der VW-Haustarif erst Ende Mai. Die Konzernseite verwies auf Anfrage darauf, dass mit der Empfehlung zunächst nur ein Stimmungsbild vorliege, dem erst Beschlüsse folgen müssten. „Sobald uns diese Entscheidungen vorliegen, werden wir sie intern bewerten und danach mit dem Tarifpartner besprechen.“

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