Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Händlerbetreuer im Warnstreik: Dicke Luft bei der VW-Tochter

Volkswagen Händlerbetreuer im Warnstreik: Dicke Luft bei der VW-Tochter

Die IG Metall zeigt sich im Tarifkonflikt bei der Volkswagen Vertriebsbetreuungsgesellschaft kämpferisch: In Wolfsburg folgten gestern bis zu 400 Beschäftigte mehrerer Standorte einem Streikaufruf der Gewerkschaft und legten die Arbeit nieder. Die IG Metall erhob massive Vorwürfe gegen die Geschäftsführung der VW-Tochter.

Voriger Artikel
IG Metall erhöht Druck: VW-Tochter streikt!
Nächster Artikel
Pötsch: Baukasten macht Marke VW profitabler

Warnstreik bei der VW-Vertriebsbetreuungsgesellschaft: IG-Metall-Verhandlungsführer Thilo Reusch (l.) richtete deutliche Worte an die Geschäftsführung.

Quelle: Manfred Hensel (2)

Die Händlerbetreuer von Volkswagen waren mit Bussen unter anderem aus Köln und Chemnitz zum Warnstreik in den Wolfsburger Heinenkamp gereist. Vertreter der Vertrauenskörperleitung aus dem VW-Werk und der Firma Sitech schlossen sich dem Protest bei strömendem Regen an.

Die IG Metall fordert für die bundesweit rund 1300 Beschäftigten der Vertriebsbetreuungsgesellschaft einen einheitlichen Tarifvertrag und eine Übernahme der VW-Tarifbedingungen. „Ihr bringt jeden Tag an der Schnittstelle zum Kunden hervorragende Leistungen“, begründete IG-Metall-Verhandlungsführer Thilo Reusch die Forderung. Er kritisierte eine „nicht hinzunehmende Hinhaltetaktik“ des Unternehmens, obwohl die Gewerkschaft nach einer Übernahme des Tarifabschlusses der anderen VW-Töchter durchaus zu einem Kompromiss bereit wäre.

Dieser Abschluss sähe zunächst eine Anhebung der Gehälter um 3,4 Prozent und ab Juli 2014 um weitere 2,2 Prozent sowie einen Rentenbaustein vor. Auch dazu ist die Geschäftsführung laut Reusch nicht bereit, stattdessen stünde die Drohung von Stellenabbau und Standortschließungen im Raum. Reusch: „Wir werden die Zeche für eindeutige Fehler des Managements nicht zahlen.“

Eine klare Botschaft sandte Reusch in Richtung der VW-Spitze auf der Automobilmesse IAA in Frankfurt: „Wenn die Händlerbetreuung nicht funktioniert, dann funktioniert der Handel nicht“, sagte Reusch und warnte: „Unzufriedene Kunden kaufen keine Autos.“

htz

Voriger Artikel
Nächster Artikel