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Golf „Wolle“ sucht sich Parkplatz selbst

Volkswagen Golf „Wolle“ sucht sich Parkplatz selbst

Das Auto der Zukunft sucht sich seinen Parkplatz selbst und rangiert ohne Hilfe rein und raus. VW stellte das Projekt jetzt der Presse vor. Schauplatz war der MobileLifeCampus. WAZ-Redakteur Ulrich Franke war dabei.

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Technik-Demonstration am MobileLifeCampus: VW stellte hier eine neue Technologie zum vollautomatischen Parken vor.

Quelle: Photowerk (gg)

Den entscheidenden Moment verpasst der Presse-Pulk fast geschlossen: Wolle, wie der Selbst-Park-Golf VW-intern genannt wird, ist einfach losgefahren. Dummerweise ist Wolle ein Elektroauto, gehört hat ihn keiner, nun ist er weg. „Schnell hinterher“, muntert Projektleiter Wojciech Derendarz die Männer und Frauen mit den Foto-Koffern und Kameras auf. Dankenswerterweise hat man Wolle beigebracht zu bremsen, wenn ein Fußgänger vor ihm auftaucht. Wir holen wieder auf.

Und stellen fest, dass nicht nur wir reingelegt wurden. Wolle ergeht es nicht besser: Der ihm online zugewiesene Parkplatz ist besetzt. Doch der Falschparker gehört zur Demonstration: Wolle nimmt Kontakt zum Server auf, bekommt ein neues Ziel, manövriert sich rückwärts in einem Zug in die Parklücke. Sauber.

Weiter geht‘s, zur Ladestation. Denn Wolle kann sich auch selbst auftanken, dank Induktion. Dafür muss er ganz exakt einparken, auf fünf Zentimeter genau. „Das schafft kein Normalfahrer“, sagt der Projektleiter stolz. Ging das gegen mich? Hinters Lenkrad darf ich mich auch erst setzen, als Wolle wieder im Stand-by-Modus ist. Vorführung beendet.

Noch stecken in Wolle 150.000 Euro. Gut, dass VW das „Automated Parking“ erst im nächsten Jahrzehnt im normalen Alltag erwartet. Bis dahin wird es vermutlich billiger. Oder man hätte wenigstens Zeit zum Sparen.

fra

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