Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Gericht: VW muss Suzuki-Aktien verkaufen

Volkswagen Gericht: VW muss Suzuki-Aktien verkaufen

Der jahrelange Streit um Volkswagens Beteiligung an Suzuki ist vom Tisch. Nach einer Entscheidung des Schiedsgerichts der Internationalen Handelskammer (ICC) muss VW wie von Suzuki gefordert seinen knapp 20-prozentigen Anteil am japanischen Autobauer verkaufen.

Voriger Artikel
USA: Klage gegen VW und weitere Autobauer
Nächster Artikel
VW: Auszubildende starten heute ins Berufsleben

Das war einmal: Die Partnerschaft zwischen Suzuki (li., Chef Osamu Suzuki) und VW (Vorstandschef Martin Winterkorn) ist beendet.

Der äußerte sich „zufrieden“ und kündigte den Rückkauf an. Auch Volkswagen begrüße es, dass nun Klarheit herrsche. Sprecher Eric Felber: „Bei diesem Schiedsspruch gibt es keinen Gewinner oder Verlierer.“ Auf Basis des aktuellen Kurses liegt der Wert des Aktienpakets bei knapp 3,4 Milliarden Euro. VW hatte den 19,9-prozentigen Anteil einst für knapp 1,8 Milliarden Euro gekauft.

Die Autobauer hatten 2009 eine Allianz vereinbart, bei der Volkswagen 19,9 Prozent der Anteile an Suzuki erwarb, die Japaner wiederum 1,5 Prozent der VW-Aktien. Ziel war es, gemeinsam Kleinwagen zu entwickeln. VW erhoffte sich so auch Zugang zum indischen Markt, wo Suzuki eine dominierende Marktposition innehat.

Suzuki war 2011 ausgestiegen und forderte von den Deutschen die Anteile zurück. Das Schiedsgericht hat VW jetzt ein vertragstreues Verhalten sowie eine Vertragsverletzung durch Suzuki bestätigt, für die Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. Die Kündigung der Allianz durch Suzuki sei aber rechtens, daher müsse VW die gehaltenen Aktien abgeben. „Diese Entscheidung basiert auf dem Grundsatz, dass Verträge grundsätzlich kündbar sein müssen“, heißt es in einer Erklärung von VW.

Suzuki hält noch die gekauften Anteile an Volkswagen. Felber: „Die Beteiligung von Suzuki an Volkswagen war zwar kein Gegenstand des Schiedsverfahrens, wir gehen aber davon aus, dass Suzuki in der Logik der eigenen Argumentation handeln und bereit sein wird, sich von seinen Anteilen an Volkswagen zu trennen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell