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Für Ausstellung: VW-Bett aus Italien zurückgeholt

Vokswagen Für Ausstellung: VW-Bett aus Italien zurückgeholt

Ein schmales Etagen-Bett, ein mickriger Kleiderschrank und kleiner Tisch - alles in die Jahre gekommene Holzmöbel: Die Migrantenvertretung der IG Metall im VW-Werk Wolfsburg eröffnete gestern die Ausstellung „Das Italienerdorf Berliner Brücke“.

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Erinnerungsstück: Ex-Betriebsrat Lorenzo Annese (l.) mit Giuseppe Gianchino (Migrantenvertretung) holte ein historisches Bett aus dem Italienerdorf zurück nach Wolfsburg.

Noch bis Freitag können sich VW-Beschäftigte die Originalmöbel aus den ehemaligen Gastarbeiterbarracken in den Räumen der Migrantenvertretung im Werk Wolfsburg (Südstraße, Sektor 21, 1. OG) anschauen. Dazu gibt’s jede Menge historische Fotos und Dokumente. Rund 100 Beschäftigte waren schon bei der Eröffnung mit dabei.

„Wir möchten ein Stück Einwanderungsgeschichte von Volkswagen zeigen“, sagte Giuseppe Gianchino, Vorsitzender der Migrantenvertretung. Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, sagte: „Es ist wichtig, dass wir uns mit der Geschichte unserer Stadt auseinandersetzen. Sie ist untrennbar mit der Migration unserer italienischen Kollegen verbunden. Die Ausstellung gibt einen guten Einblick.“

Lorenzo Annese, 1965 zum ersten italienischen Betriebsrat bei VW und in Deutschland gewählt, stellte den Löwenanteil der Erinnerungsstücke zur Verfügung: „Diese Ausstellung war ein großer Wunsch von mir. Sie macht auch deutlich, was für eine tolle Entwicklung Volkswagen genommen hat.“

Die Erinnerungsstücke aufzutreiben, war nicht einfach: Annese holte dafür sogar ein Etagenbett, das früher einmal im Italienerdorf gestanden hatte und später nach Sardinien gebracht worden war, wieder zurück nach Wolfsburg:. „Der Sardische Kulturverein Wolfsburg hat mir beim Transport geholfen.“

Die Ausstellung soll an mehreren Stellen gezeigt werden, auch im Gewerkschaftshaus.

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