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Forschungsfabrik steht kurz vor der Eröffnung

Wolfsburg-Volkswagen Forschungsfabrik steht kurz vor der Eröffnung

Wolfsburg. Der Forschungsstandort Wolfsburg bekommt mächtig Zuwachs.Der 30 Millionen teure Neubau der Open Hybrid LabFactory neben dem Mobile Life Campus an der Hermann-Münch-Straße steht kurz vor der baulichen Fertigstellung.

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Aus der Vogelperspektive: Die Open Hybrid LabFactory entsteht am Hageberg direkt neben der Auto-Uni, die Grundsteinlegung war im Mai 2015 (re.).

Quelle: Manfred Hensel

„Noch im Juli wird es soweit sein“, sagt Anke Hummitzsch, Sprecherin der Wolfsburg AG, die den Neubau errichtet.Ab Herbst soll sich dort alles um automobilen Leichtbau drehen.

In dem Neubau werden dann 250 Mitarbeiter und 150 Studierende der TU Braunschweig und weitere Kooperationspartner das Auto der Zukunft entwickeln. Dies soll an Gewicht verlieren und dadurch weniger Sprit verbrauchen. Das Ziel der Forscher: Komponenten mit hohem Leichtbaupotenzial, wie etwa bestimmte Kunststoffe, sollen künftig einfacher hergestellt werden können. „Ein Beispiel hierfür ist eine Trägerstruktur zur Verringerung der Karosserieverformung bei einem Seitencrash“, erläutert der Vorsitzende des Vorstandes der neuen Open Hybrid Lab-Factory, Prof. Klaus Dilger, auf WAZ-Anfrage.

Die Forschung teilt sich auf in die großen Bereiche Software (um Bauteile zu konstruieren), Textilien (um eingesetzte Kunststoffe zu verstärken), die eigentliche Herstellung und Prüfung sowie das spätere Recycling. Laut Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig, die mit ihrem Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik Mitbetreiber ist, fließen jetzt und in den kommenden fünf Jahren insgesamt mehr als 100 Millionen Euro in Aufbau und Betrieb der neuen Forschungsfabrik. Allein 30 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den nächsten eineinhalb Jahrzehnten bereit.

An der Open Hybrid LabFactory sind eine Reihe öffentlicher und privater Partner beteiligt, darunter Volkswagen und die Fraunhofer-Gesellschaft.

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