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Fiebig-Abschied steht bevor: „Er hat ein Herz für die Stadt“

Volkswagen Fiebig-Abschied steht bevor: „Er hat ein Herz für die Stadt“

Mit dem bevorstehenden Abschied von Werkleiter Siegfried Fiebig (58) endet bei Volkswagen in Wolfsburg eine Ära. Nach fast sieben Jahren an der Spitze des Standortmanagements, zwei Golf-Anläufen und dem Aufbau eines neuen Produktionssystems wechselt Fiebig zum 1. April als neuer Geschäftsführer von Volkswagen Sachsen nach Zwickau.

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Ende einer Ära: Siegfried Fiebig als „Macher“ in einer Lernwerkstatt (li.) und mit VW-Chef Martin Winterkorn beim Besuch in der Produktion (re.).

Quelle: Landmann / Leitzke

Im Juni 2007 übernahm Fiebig das Ruder in Wolfsburg, ein Jahr später lief unter seiner Regie der Golf der sechsten Generation an. Zeit zum Verschnaufen blieb danach nicht, denn nur wenige Monate später wartete mit der Integration der Auto 5000 in die VW-Stammbelegschaft bereits die nächste Mammut-Aufgabe, „die Herausforderung Nummer eins“, wie Fiebig im April 2012 in einem WAZ-Interview erklärte.

Qualität, Kundenzufriedenheit und der Ausbau des Teamgeistes standen bei Fiebig ganz oben auf der Prioritätenliste. In seiner Zeit wurde die Produktivität im VW-Stammwerk stetig gesteigert, so dass es auch mit den weltweit neuen Standorten mithalten kann. Der Anlauf des siebten Golf im Sommer 2012 fiel zusammen mit der Einführung der Einheitsplattform MQB. Für das neue Produktionssystem flossen Milliarden-Investitionen nach Wolfsburg. „Das waren nicht nur Umbauarbeiten, wir haben eine grundsätzlich neue Struktur hier ins Werk hinein gelegt“, erklärte der „Macher“ Fiebig einmal.

Auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) würdigte gestern die Leistungen des scheidenden Werkleiters. „Herr Prof. Fiebig hat sich um den VW-Standort Wolfsburg sehr verdient gemacht. Die positive Entwicklung des Werks Wolfsburg ist auch mit seinem Namen verbunden“, sagte Mohrs auf WAZ-Anfrage. Der Oberbürgermeister betonte zudem: „Gemeinsam mit Herrn Prof. Fiebig haben die Stadt Wolfsburg und Volkswagen viele wichtige Projekte auch außerhalb des VW-Geländes auf den Weg gebracht, die die Stadtentwicklung in den vergangenen Jahren mitgeprägt haben.“

Ex-Oberbürgermeister Rolf Schnellecke (CDU) sagte: „Prof. Fiebig war ein herausragender Werkleiter in Wolfsburg. Er hat sich hervorragender Weise für das Werk und die Stadt eingesetzt.“ Was Schnellecke besonders beeindruckte: „Sein Wort galt. Er war absolut verlässlich und hatte ein Herz für die Stadt.“

htz

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