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Erste Lokrangierführerinnen bei VW in Wolfsburg

Weibliches Trio in reiner Männerdomäne Erste Lokrangierführerinnen bei VW in Wolfsburg

Die Werkeisenbahn bekommt weiblichen Nachwuchs. Erstmals bildet VW drei junge Mitarbeiterinnen zur Lokrangierführerin aus. Nach zweijähriger Qualifizierung werden sie die ersten weiblichen Lokführer im Werk Wolfsburg sein, dann im Dreischichtbetrieb einer Arbeit nachgehen, die bislang Männern vorbehalten war.

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Erste Handgriffe: Angela Carlisi beim Ankoppeln der Lok.

Quelle: Volkswagen

Wolfsburg. Auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für diese Tätigkeiten entschied sich der Fachbereich gemeinsam mit Personalwesen und Betriebsrat ganz bewusst für drei Mitarbeiterinnen, die bereits in der Fertigung ihre „Frau“ gestanden haben.

Anke Friedrich (23) und Angela Carlisi (23) haben ihre Qualifizierung zur Lokrangierführerin gerade begonnen. Stefanie Leyser (29) startet Anfang Dezember. Jede von ihnen bringt bereits einen technischen Beruf mit. Anke Friedrich kam vor gut sechs Jahren zu Volkswagen und durchlief die Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin. Jetzt will sich die 23-Jährige beruflich verändern. Ein erfahrener Werkeisenbahner steht ihr als Ausbildungspate zur Seite. Mit ihm ist sie bereits in den ersten Tagen auf der Lok im Gleisnetz des Werks unterwegs gewesen: „Schon nach dieser kurzen Zeit weiß ich, dass meine Entscheidung richtig war. Ich mag es auch, draußen zu arbeiten und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen.“

Angela Carlisi ist seit 2013 bei Volkswagen und hat erst kürzlich ihre Ausbildung als Verfahrensmechanikerin beendet. Die 23-Jährige weiß, was in der zweiten Qualifizierung zur Lokrangierführerin auf sie zukommt: „Der Job ist hart, denn ich muss natürlich auch im Winter die Waggons rangieren. Aber mich haben Eisenbahnen und ihre Technik schon immer begeistert.“

AZ/WAZ-INFO: Die VW-Werkseisenbahn

76 Mitarbeiter arbeiten zurzeit im operativen Bereich der Werkeisenbahn, dazu kommen noch fünf Mitarbeiter im Betriebsbüro. Sie bewegen fast 500.000 Autos im Jahr. Täglich rangieren fünf Lokomotiven rund 800 Waggons auf einem Streckennetz von 60 Kilometern im Werk Wolfsburg. Seit Mai 2015 gehören auch drei teilweise emmissionsfreie Hybridloks zum Fuhrpark der Werkeisenbahn.

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