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Einmillionster Käfer lief vor 60 Jahren vom Band

Volkswagen Einmillionster Käfer lief vor 60 Jahren vom Band

Es war eine der ersten Sternstunden in der Erfolgsgeschichte von Volkswagen, und es war eins der größten Volksfeste, die Wolfsburg je erlebte: Am 5. August 1955, heute vor 60 Jahren, lief der einmillionste Käfer vom Band.

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Ein historischer Augenblick: Im August 1955 lief im Wolfsburger VW-Werk der einmillionste Käfer vom Band - ein Jubiläum, das die ganze Stadt voller Stolz feierte. Der VW-Chef Heinrich Nordhoff auf dem Fest, das anlässlich des Käfer-Jubiläums auf dem Werksgelände stattfand.

140.000 Menschen feierten das Produktionsjubiläum – in einer Stadt, die damals gerade 40.000 Einwohner hatte.

Es war ein Freitag und es war Punkt 14 Uhr, als der millionste Käfer vom geschmückten Endband der Halle 12 lief. Golden leuchtete der Jubiläumswagen, aus dessen mit Steinen besetzten Zierleisten die Jupiterlampen der Kameraleute „die Farben des Regenbogens hervor holten“, schrieb die WAZ anlässlich des denkwürdigen Ereignisses. VW-Chef Heinrich Nordhoff, sein Titel lautet damals noch Generaldirektor, blieb es vorbehalten, die letzten zwei Schrauben persönlich anzubringen: die Schrauben, die das Typenschild mit der Millionenangabe trugen.

Als Nordhoff zum Schraubenzieher griff, brachen im Volkswagenwerk alle Dämme. Die begeisterte Menge - tausende Mitarbeiter drängten sich um ihren Chef - durchbrach die Absperrung des Werksschutzes und drängte zum Band. „Ein VW-Mädel überreichte dem Generaldirekor einen großen Strauß gelber Nelken“, so die WAZ. So antiquiert die Wortwahl heute klingen mag, so sehr drückte sie das Verhältnis der 30.000 Volkswagen-Mitarbeiter zu ihrem Arbeitgeber aus.

Presse, Rundfunk, Fernsehen und - damals ganz wichtig - die Kino-Wochenschau hatten Teams geschickt, um über das Jubiläum zu berichten. Über 1000 Journalisten waren nach Wolfsburg gekommen. Die Stadt hatte ihre Bürger zuvor aufgerufen, die Fahnen zu hissen, Häuser und Balkone zu schmücken: Dieses Bild, so die WAZ, werde „den Wert des Namens Wolfsburg in der deutschen und der Weltöffentlichkeit mitbestimmen.“

cba

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