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Diess bringt 40-Stunden-Woche für Ingenieure ins Gespräch

Volkswagen Diess bringt 40-Stunden-Woche für Ingenieure ins Gespräch

VW-Markenchef Herbert Diess hat für Tausende Fachkräfte des Autobauers eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit um 14 Prozent ins Spiel gebracht. Diess sprach bei der Betriebsversammlung im Wolfsburger Stammwerk am Donnerstag von einer 40-Stunden-Woche für die Mitarbeiter in der Technischen Entwicklung (TE).

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Quelle: dpa

Bisher gilt für sie laut VW-Haustarif in aller Regel eine 35-Stunden-Woche. 

Details zu der Diess-Aussage waren zunächst nicht zu erfahren - das Treffen in Wolfsburg war nicht öffentlich. Fraglich ist etwa, ob Diess die 40-Stunden-Woche als eine Forderung oder als eine Option nannte, ob er damit Lohnausgleich verknüpft sehen will oder nicht und an welchen Zeithorizont er denkt. Der VW-Haustarif läuft noch gut ein Jahr. Der VW-Betriebsrat hatte zuletzt mehrfach betont, bestehende Regelungen wie das Tarifwerk stünden nicht zur Debatte. 

Nach dpa-Informationen will Diess seine Ansage nicht als Forderung verstanden wissen. Es gehe ihm um Lösungen für ein Nadelöhr. Die TE leidet seit Monaten unter den Arbeitsspitzen des Diesel-Rückrufes. Dafür müssen technische Lösungen für Hunderte Software-Updates gefunden werden. Das erhöht den Zeitdruck auf die alltägliche Arbeit an neuen Modellen und Antrieben. Diess’ Thematisierung der 40 Stunden sei daher in erster Linie als eine Wertschätzung für die wichtige Arbeit in der TE zu verstehen, die als Gehirn des Autobauers gilt. 

Laut Unternehmensdarstellung arbeiteten allein in der Wolfsburger TE zuletzt “über 9300“ Menschen. Das sei damit „einer der weltweit größten Entwicklungsstandorte der Automobilindustrie“. 

Diess soll während seines Auftritts Buh-Rufe geerntet haben. Nach dpa-Informationen ist für den Nachmittag eine Erklärung des Unternehmens geplant.

dpa

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