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Diesel-Affäre: Richter billigt Milliarden-Vergleich

VW: Urteil in den USA Diesel-Affäre: Richter billigt Milliarden-Vergleich

Volkswagen ist bei der Aufarbeitung der Abgas-Affäre ein gutes Stück weiter gekommen. Wie erwartet bestätigte der zuständige US-Richter am Freitag einen zwischen VW und dem US-Justizministerium ausgehandelten Milliarden-Vergleich.

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Volkswagen wurde in den USA zu einer Strafe von 2,8 Milliarden Dollar verurteilt.

Quelle: Archiv

Detroit. Der Kompromiss mit dem Ministerium sieht für Volkswagen eine Strafe von 2,8 Milliarden Dollar wegen krimineller Vergehen und 1,5 Milliarden Dollar an zivilrechtlichen Bußgeldern sowie eine dreijährige Bewährungszeit für VW vor. Insgesamt nimmt der Konzern in den USA mehr als 20 Milliarden Euro für Vergleiche mit Kunden, Autohändlern, Behörden und Bundesstaaten in die Hand.

Der zuständige Richter Sean Cox sagte, der Vergleich stelle eine „gerechte Strafe“ dar. Es sei aber weiter unklar, inwieweit das Top-Management von Volkswagen von den Diesel-Manipulationen gewusst habe.

Mit der Urteilsverkündung ist der Vergleich besiegelt, es laufen aber weiter Ermittlungen im „Dieselgate“-Kriminalfall. Die US-Justiz will mindestens ein halbes Dutzend VW-Manager wegen Mitwirkung am Abgas-Skandal strafrechtlich belangen.

In einer vorangegangenen Anhörung hatte sich Volkswagen in mehreren Punkten schuldig bekannt. VW räumt Betrug, Verstöße gegen Umwelt- und Einfuhrgesetze sowie Behinderung von Ermittlungen ein. Allerdings befinden sich die meisten Angeklagten in Deutschland, von wo ihnen keine Auslieferung in die USA droht.

In der vom Richter verhängten Bewährungszeit werden die Geschäfte von einem unabhängigen Prüfer beaufsichtigt. Den Job wird der Jurist und ehemalige US-Staatssekretär Larry Thompson übernehmen. In einer Mitteilung begrüßte Volkswagen die Bestellung Thompsons: „Wir freuen uns über die Ernennung von Larry D. Thompson für diese neue Position. Das Unternehmen wird mit ihm vollumfänglich kooperieren und ihn bei seiner wichtigen Arbeit unterstützen“, so Hiltrud Werner, Vorstand des Bereichs Integrität und Recht.

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