Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
„Das Rad müssen wir nicht neu erfinden, alles andere schon“

VW-Chef Matthias Müller „Das Rad müssen wir nicht neu erfinden, alles andere schon“

Volkswagen steht in den nächsten Jahren vor einem radikalen Wandel vom Automobilhersteller zum umfassenden Mobilitätsanbieter. Was das bedeutet, erläuterte VW-Konzernchef Matthias Müller am Freitag in einer Rede beim Wiener Motorensymposium.

Voriger Artikel
VW-Hauptversammlung: US-Gewerkschaft will Vorstand abstrafen
Nächster Artikel
„Quartalszahlen machen Mut in schwieriger Phase“

So könnte die Zukunft aussehen: VW-Konzernchef Matthias Müller stellte in Genf das selbstfahrende Auto Sedric vor.

Quelle: Volkswagen

Wien. „Das Rad müssen wir nicht neu erfinden, aber alles andere schon“, betonte Müller. Auch wenn die Zukunft den Elektroautos gehört, so wird das Kerngeschäft von Volkswagen auf absehbare Zeit noch mit Verbrennungsmotoren gemacht. „Auch im Jahr 2025 werden noch drei von vier Neuwagen mit Benzin oder Diesel angetrieben sein, sagte Müller in seiner Rede, die der WAZ schriftlich vorliegt. Bis 2020 wolle Volkswagen seine Verbrennungsmotoren um 10 bis 15 Prozent effizienter und damit sauberer machen. Dafür werde der Konzern bis 2022 rund zehn Milliarden Euro investieren, kündigte Müller an und betonte: „Der Diesel bietet auch 124 Jahre nach seiner Erfindung große Effizienzpotenziale. Der Volkswagen-Konzern wird sie heben.“

Auch wenn Elektroautos auf der Straße derzeit noch ein Nischenprodukt sind - „die Zukunft fährt elektrisch“, zeigte sich Müller überzeugt. Drei Milliarden Euro habe der VW-Konzern in den vergangenen fünf Jahren in die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien investiert. „In den kommenden fünf Jahren werden wir diese Summe verdreifachen auf rund neun Milliarden Euro“, sagte Müller. Bis 2025 werde der Konzern 30 neue E-Fahrzeuge auf den Markt bringen. Die Batterietechnologie soll laut Müller zu einer Kernkompetenz im Konzern werden.

Mit der neuen Konzernstrategie 2025 hat Volkswagen den Aufbau eines eigenständigen Geschäftsfelds für neue Dienstleistungen rund um Mobilität auf den Weg gebracht. „Unsere Entscheidung (...) hat im gesamten Konzern eine spürbare Dynamik ausgelöst“, betonte Müller. Es gebe viele Ideen, führte Müller aus: „In Zukunft wird es ganz normal sein, dass man ein paar PS fürs Wochenende per App dazu bucht oder sich einen Sportwagen aus dem Volkswagen-Konzern vor die Haustür kommen lässt.“

Beim Thema Digitalisierung wolle VW aber „nicht jedem Trend blind hinterherlaufen“, betonte Müller. „Stattdessen machen wir uns die Möglichkeiten der Digitalisierung überall dort zu nutzen, wo sie uns und vor allem unseren Kunden Mehrwert bringt.“

htz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell