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Das ABC zum Autoriesen Volkswagen

Volkswagen Das ABC zum Autoriesen Volkswagen

Volkswagen ist auf dem Weg zur Nummer eins der Welt. Die WAZ buchstabiert das ABC zum Auto-Riesen:

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Elektromobilität: In Wolfsburg läuft seit dem vergangenen Jahr der e-Golf von der Montagelinie.

A wie Absatz: Ist bei Volkswagen jeden Monat ein großes Thema. 2014 knackte der Konzern die 10-Millionen-Marke. Nur Toyota verkauft mehr. Aber das soll sich schon bald ändern (siehe Buchstaben J, T und Z).

B wie Bulli: Der VW-Bus ist die Auto-Ikone der Hippie-Bewegung. Sein Siegeszug begann in den 1950er Jahren von der VW-Heimat Niedersachsen aus. Zum Jahresende 2013 lief der letzte Bulli in Brasilien vom Band.

C wie Currywurst: Ist der heimliche Verkaufsschlager bei Volkswagen. Die Fleischerei im Wolfsburger Stammwerk produzierte 2014 rund 6,3 Millionen Stück. Sie gehen in die Kantinen, aber auch in Supermärkte.

D wie Doppelkupplungsgetriebe: Ein konzerneigenes Prestigeprojekt, bei dem es um blitzschnelles automatisches Schalten geht. Es sorgte zuletzt für Negativschlagzeilen wegen hunderttausendfacher Rückrufe.

E wie Elektromobilität: Wird im Konzern jüngst groß geschrieben. Bis zu 400.000 Fahrzeuge pro Jahr will Volkswagen künftig mit E-Antrieben bauen, darunter reine batteriebetriebene Wagen sowie Hybridformen.

F wie Ferdinand Piëch: Langjähriger Vorstandschef (1993 bis 2002) und seither Aufsichtsratsboss. Er gilt als das VW-Machtzentrum. Über die Porsche-Holding ist sein Familienstamm Porsche/Piëch VW-Großaktionär.

G wie Golf: Das erfolgreichste Modell im Konzern und meistverkaufter Neuwagen in Deutschland. Anfang 2014 wurde er 40 Jahre alt, verkaufte sich schon mehr als 30 Millionen Mal und läuft in siebter Generation.

H wie Hitler: Ja, auch der NS-Diktator gehört zur Volkswagen-Geschichte. Er legte am 26. Mai 1938 am Mittellandkanal nahe Fallersleben den Grundstein des ersten Volkswagenwerkes und der späteren Stadt.

I wie Indonesien: Zentrum der Asean-Region Südostasien, die als eine der größten Auto-Wachstumsregionen gilt. Dort muss sich VW sputen: Gut ein Prozent VW-Marktanteil stehen Toyotas gut 30 Prozent gegenüber.

J wie Japan: Dort sitzt der größte VW-Konkurrent Toyota. Die Japaner kamen 2014 auf 10,23 Millionen abgesetzte Fahrzeuge, der VW-Konzern auf 10,14 Millionen. Doch schon 2015 könnte Volkswagen überholen.

K wie Käfer: Das Kultmodell läuft und läuft und läuft - noch heute als Nachfolger „Beetle“. Ferdinand Porsche brachte den Käfer Ende der 30er Jahre zur Serienreife. Sein geistiger Vater ist Béla Barényi.

L wie Lustreisen: Lustreisen und Schmiergelder auf VW-Firmenkosten - das war der Skandal im Jahr 2005. Betriebsratschef Klaus Volkert und Arbeitsdirektor Peter Hartz mussten gehen, wurden später verurteilt.

M wie Mittellandkanal: Sein Wasser hilft VW gleich in mehreren Werken beim Kühlen - etwa an Halle 31 in der Braunschweiger Fabrik. Von dort aus fließt es gefiltert und sauberer als zuvor in den Kanal zurück.

N wie Niedersachsen: Das Land hält ein Fünftel der VW-Stimmrechte und baut auf VW: In der Wertschöpfung der 50 größten Wirtschaftsmotoren des Landes Niedersachsen machte der Konzern zuletzt zwei Drittel aus.

O wie Osterloh: Bernd Osterloh folgte als Betriebsratschef auf Klaus Volkert (siehe Buchstabe L). Osterlohs Macht ist groß; wichtige Entscheidungen laufen bei VW nur mit dem Okay der Arbeitnehmerseite.

P wie Porsche: Die Familie - heute noch VW-Großaktionär - ist die Keimzelle des Konzerns. Ferdinand Porsche (1875-1951) realisierte unter anderem als Chefplaner das Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg.

Q wie Querbaukasten: Das neue Wundermittel im Konzern für flexibles und günstiges Autobauen. Grundidee ist, immer mehr gleiche Bauteile in äußerlich unterschiedliche Modelle vieler Marken zu bringen.

R wie Renditeschwäche: Sie plagt die Pkw-Kernmarke seit geraumer Zeit. Golf, Passat und Co. fuhren 2014 nur noch 2,5 Prozent Umsatzrendite ein. Es sollen bis 2018 mehr als doppelt so viel sein.

S wie Superlativ: Gibt es bei VW genug. Europas größter Autobauer ist gleichzeitig Deutschlands größter Industriekonzern und industrieller Arbeitgeber - und hat auch den bestbezahlten Chef aller Dax-Konzerne.

T wie Toyota: Rivale und gefühlt ewiger VW-Konkurrent. Die Japaner verkaufen noch eine Ecke mehr Fahrzeuge (siehe Buchstabe J) und sind in ihrer Heimat stark wie nie.

U wie Umwandlungssteuergesetz: In diesem Paragrafendschungel fand VW 2012 mit externer Hilfe eine Lücke und konnte so den Rest von Porsche rascher eingemeinden als gedacht - ohne milliardenschwere Steuerlast.

V wie VfL Wolfsburg: Der Fußball-Werksclub des VW-Konzerns, der den Profisport (VfL Wolfsburg-Fußball GmbH) komplett besitzt. Neben dem VfL gibt es in der ersten Liga noch den Werks-club Bayer Leverkusen.

W wie Winterkorn: Insider sagen über VW-Chef Martin Winterkorn, er sei Arbeitstier und Perfektionist. Der bestbezahlte Dax-Manager steht in Wolfsburg trotz Schleichwege-Kenntnis oft im Stau.

X wie XL-1: Rollendes Leuchtturmprojekt von Volkswagen, das mit Mini-Diesel und einer Batterie auf den rechnerischen Verbrauch von einem Liter pro 100 Kilometer kommt. Der futuristisch anmutende XL-1 kostet aber auch locker 100.000 Euro.

Y wie Y-Adapterstück: Dieses VW-Zubehörteil erlaubt bei einrohrigen Auspuffanlagen eine Doppelendschalldämpferblende.

Z wie Zweitausendachtzehn (2018): Spätestens dann will der VW-Konzern weltgrößter Autobauer sein, vor Steuern mindestens acht Prozent vom Umsatz behalten und ganz generell „ökonomisch und ökologisch“ führen.

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