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DRK-Tagung: VW-Chef fordert Dialog zwischen Wirtschaft und Gesellschaft

Volkswagen DRK-Tagung: VW-Chef fordert Dialog zwischen Wirtschaft und Gesellschaft

VW-Chef Martin Winterkorn warb gestern zur Eröffnung einer DRK-Tagung in der Autostadt für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft. Der Konzern-Boss hob zugleich die Verantwortung von Unternehmen für das Gemeinwohl hervor und beklagte eine „wachsende Kluft zwischen Wirtschaft und Gesellschaft“.

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Starke Partner: DRK-Präsident Rudolf Seiters (l.) und VW-Chef Martin Winterkorn.

Volkswagen ist offizieller Partner des DRK im 150. Jubiläumsjahr der Hilfsorganisation und unterstützt das zweitägige Symposium zur Zukunft des Rettungsdienstes. Nach Ansicht von Winterkorn sei kaum eine Organisation höher anzusehen als das DRK mit seinen Leistungen von der Kinderbetreuung über den Rettungsdienst bis zur Pflege. „Davon profitieren auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Volkswagen. Sie alle vertrauen im Ernstfall dem Deutschen Roten Kreuz“, so Winterkorn.

Volkswagen als ein profitorientierter Wirtschaftskonzern habe selbst großes Interesse an der Entwicklung des Gemeinwohls, machte der VW-Chef deutlich. „Unsere Verantwortung als Unternehmen endet bei uns nicht am Werkstor“, betonte Winterkorn. Die großen Zukunftsaufgaben wie Umweltschutz, Energiepolitik oder soziale Gerechtigkeit ließen sich nur von Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam lösen. Zugleich machte Winterkorn aber eine „gewisse Sprachlosigkeit“ zwischen diesen beiden Sphären aus, die es zu überwinden gelte. „Wenn sich ein Unternehmen zum Beispiel dafür rechtfertigen muss, dass es gutes Geld verdient, dann ist das schon abenteuerlich“, sagte der VW-Chef.

Grundsätzlich müssten die Manager ihr Handeln besser erklären, meinte Winterkorn. Für den zunehmenden Vertrauensverlust der Bevölkerung in die deutschen Großunternehmen machte er auch die „Exzesse im Umfeld der Finanzkrise“ verantwortlich.

htz

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