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Chattanooga: US-Gewerkschaft gibt sich bei VW-Werk geschlagen

Volkswagen Chattanooga: US-Gewerkschaft gibt sich bei VW-Werk geschlagen

Die Autogewerkschaft UAW gibt ihren Kampf um Einfluss im einzigen US-amerikanischen VW-Werk verloren. Die UAW zog jetzt ihren Einspruch gegen eine verlorene Wahl für eine Arbeitnehmervertretung zurück.

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VW-Werk in Chattanooga: Die Autogewerkschaft UAW akzeptiert ihre Niederlage im Ringen um mehr Mitbestimmung.

Quelle: Erik S. Lesser

Die Gewerkschaft befürchtete nach eigenem Bekunden, dass am Ende der erhoffte Ausbau des Standorts Chattanooga unter dem Streit leiden könnte.

Die Beschäftigten hatten im Februar mit 712 zu 626 Stimmen gegen den Vorschlag votiert, sich von der UAW vertreten zu lassen. Die Gewerkschaft hatte kurz nach ihrer Niederlage eine „Einmischung von Politikern und Lobbygruppen“ angeprangert und Neuwahlen verlangt. Jetzt machte sie aber einen Rückzieher. UAW-Chef Bob King bemängelte „das kaputte und komplizierte Verfahren, das sich über Monate oder Jahre hätte hinziehen können“.

Damit bleibt allerdings die Frage weiter ungeklärt, wie sich die 2500 Mitarbeiter in Chattanooga organisieren. Der mächtige VW-Konzernbetriebsrat in Wolfsburg hatte auf eine Arbeitnehmervertretung nach deutschem Vorbild gedrängt, wie sie in den anderen VW-Werken rund um den Globus üblich ist.

„Wir begrüßen die Entscheidung der UAW“, erklärte VW. Nun solle eine „neue, innovative Form der Mitbestimmung“ gefunden werden. Dabei steht die drängende Frage im Raum, wo VW einen neuen SUV für Nordamerika baut - und ob der Staat Investitionshilfen in Millionenhöhe gewährt.. Neben Chattanooga ist auch Mexiko als Standort im Gespräch.

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