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Branchenexperte: „VW hat in USA viel Porzellan zerschlagen“

Volkswagen-Abgasaffäre Branchenexperte: „VW hat in USA viel Porzellan zerschlagen“

VW hat aus Sicht von Branchenexperten bei der Aufarbeitung der Abgasaffäre in den USA große Fehler gemacht. „Der Grundsatzfehler ist, dass VW die Besorgnisse der Amerikaner nicht ernst genommen hat“, sagte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach. „Es wurde viel Porzellan zerschlagen.“

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VW hat bei der Aufarbeitung der Abgasaffäre in den USA Fehler gemacht. Davon sind Branchenexperten überzeugt.

Quelle: Archiv

Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center der Uni Duisburg-Essen sagte der dpa, VW habe die Brisanz in USA deutlich unterschätzt. „Das war ein großer Fehler.“ 

Volkswagen hatte im Abgas-Skandal vor einem Spitzentreffen einen schweren Rückschlag erlitten. Die US-Umweltbehörden ließen die Pläne des Autobauers zur Beseitigung der Manipulationen durchfallen. Am Mittwochvormittag (Ortszeit) wollte VW-Chef Matthias Müller in Washington mit der Leiterin der mächtigen US-Umweltbehörde EPA, Gina McCarthy, zusammenkommen.  

„Volkswagen hat die Entscheidung getroffen, bei Abgas-Tests zu schummeln und hat dann versucht, das zu verstecken“, hatte CARB-Chefin Mary Nichols kritisiert. „Sie haben weitergemacht und haben die Lüge noch verschlimmert und als sie erwischt wurden, haben sie versucht, es zu leugnen.“ VW steht in den USA wegen Vorwürfen mangelnder Kooperation bei den Ermittlungen im Abgas-Skandal schon länger heftig in der Kritik. 

„Bei VW gibt es Kommunikationsdefizite“, sagte Bratzel. „Die Amerikaner fühlten sich von VW hinters Licht geführt. Das ist ein großes Versäumnis von Volkswagen.“ Dudenhöffer sagte, VW-Chef Müller sei eigentlich ganz gut unterwegs gewesen. In Europa seien die technischen Lösungen für die vom Skandal betroffenen Fahrzeuge festgezurrt. In den USA aber komme Volkswagen schlecht voran. „Nach meinem Eindruck hat man zu lange versucht, den Amerikanern eine „Billiglösung“ für das Problem vorzustellen beziehungsweise auf Zeit gespielt.“

dpa

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