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Betriebsrat vermittelt Zeitarbeiter in andere Jobs

Volkswagen Betriebsrat vermittelt Zeitarbeiter in andere Jobs

VW baut Personal ab, Zeitarbeitsverträge werden nicht verlängert. Der VW-Betriebsrat engagiert sich für die bisherigen Autovisions-Mitarbeiter – und hat im ersten Halbjahr 2017 bereits 430 bisherige Wolfsburger Zeitarbeiter in Jobs an anderen Standorten vermittelt.

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VW-Werk Wolfsburg: Das Unternehmen trennt sich von den Leiharbeitern, der Betriebsrat will ihnen Perspektiven bieten.
 

Quelle: Volkswagen

Wolfsburg.  Immer mehr Zeitarbeitnehmer werden bei VW nicht weiter beschäftigt – von zuletzt rund 2000 Jobs für Autovisons-Mitarbeiter im Werk Wolfsburg ist die Hälfte bereits weg. Doch der VW-Betriebsrat bemüht sich, die Betroffenen weiter in Lohn und Arbeit zu halten.

Von rund 500 Zeitarbeitern, deren Verträge im ersten Halbjahr 2017 ausliefen und nicht verlängert wurden, wurden 430 an anderen Standorten untergebracht. Die Entwicklung geht weiter – „und wir werden alles daran setzen, möglichst vielen Betroffenen eine Perspektive aufzeigen zu können“, sagt Betriebsrat-Koordinator Mario Kurznack-Bodner.

VW baut Personal ab, Zeitarbeiter sind mit als Erste betroffen. Von 6500 Jobs bei der Marke VW ist bundesweit die Hälfte bereits verschwunden, rund ein Drittel davon entfällt auf das Stammwerk in Wolfsburg. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres liefen gut 500 Verträge von Autovisions-Mitarbeitern aus, die nicht verlängert wurden. Keine eigentlichen VW-Beschäftigten – „und doch versuchen wir, uns um sie zu kümmern“, sagt Kurznack-Bodner. Bisher mit großem Erfolg. Rund 430 Menschen konnten nach Hannover (350), Kassel (40) und zu Porsche nach Zuffenhausen (40) vermittelt werden. Entweder in neue Zeitarbeits-Jobs oder sogar in befristete VW-Verträge. Natürlich komme ein Ortswechsel nicht für jeden in Betracht, weiß auch Kurznack-Bodner: „Aber jedem, der jung und flexibel ist, sagen wir: Mach das.“

Zumal die Perspektiven insbesondere in Kassel und bei Porsche „hervorragend“ seien, sagt der Betriebsrats-Koordinator – speziell bei Porsche sogar mit der Aussicht auf eine Festanstellung nach zwei Jahren. Zurzeit verhandle man mit dem Unternehmen über die Übernahme weiterer Zeitarbeiter im zweiten Halbjahr in Kassel. Auch in anderen Unternehmen werden Zeitarbeiter auf die Straße gesetzt – der VW-Betriebsrat aber bemüht sich um Perspektiven für möglichst viele Betroffene.

Von Ulrich Franke

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