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Betriebsrat und Eigentümer machen Belegschaft Mut

Volkswagen Betriebsrat und Eigentümer machen Belegschaft Mut

Bei der Betriebsversammlung im VW-Werk Wolfsburg haben Betriebsrat und Eigentümer gestern an die Belegschaft appelliert, in der Abgas-Krise nicht den Mut zu verlieren. Rund 20.000 Mitarbeiter kamen in Halle 11 zusammen, teilgenommen haben auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der komplette Vorstand um VW-Chef Matthias Müller.

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Quelle: Roland Hermelich

„Niemand darf den Kopf in den Sand stecken“, sagte VW-Aufsichtsrat Wolfgang Porsche als Vertreter der Eigentümerfamilie Porsche und Piëch. „Niemand darf glauben, dass der Abgas-Skandal wie ein Gewitter vorbeizieht und danach wie aus heiterem Himmel wieder schönes Wetter kommt.“ Der Konzern könne die schwere Krise aber meistern: Mit einem konsequenten Handeln werde VW den Weg aus „dieser Lage finden“, so Porsche.

Wegen der Abgas-Affäre bangen die Beschäftigten bei VW zunehmend um ihre Arbeitsplätze. „Seit Bekanntwerden des Abgas-Skandals sind beinahe elf Wochen vergangen. Ich kann Euch nur sagen: Das waren genauso wie für Euch auch für mich elf harte Wochen“, betonte Betriebsratschef Bernd Osterloh. Bei vielen Mitarbeitern seien die Sorgen zuletzt nicht kleiner geworden.

Doch es gebe auch Gründe für Zuversicht. „Wir haben unter Hochdruck an Lösungen für unsere Kunden gearbeitet. Ich möchte der Mannschaft, die derzeit Tag und Nacht arbeitet, um die Lösungen für unsere Kunden zu erarbeiten, ein Riesen-Kompliment machen“, so Osterloh.

Zum Schluss der Rede übergab Osterloh T-Shirts mit dem VW-Logo und der Aufschrift „Ein Team – eine Familie“ an Wolfgang Porsche sowie die Aufsichtsratsmitglieder Louise Kiesling und Hans Michel Piëch. Bundeswirtschaftsminister SigmarGabriel erhielt ebenfalls solch ein T-Shirt. Zum Abschied von VW-Personalvorstand Horst Neumann schenkte ihm Osterloh ein Barometer – in Anspielung auf die konzerninterne Mitarbeiter-Umfrage „Stimmungsbarometer“.

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