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Auch Büro von VW-Chef Müller durchsucht

Abgas-Affäre Auch Büro von VW-Chef Müller durchsucht

Im Zuge der Audi-Razzia haben Ermittler in dieser Woche offenbar auch das Büro von VW-Chef Matthias Müller in Wolfsburg durchsucht. Dabei sollen Dokumente beschlagnahmt worden sein, berichtet die "Bild am Sonntag".

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VW-Chef Matthias Müller: Laut einem Medienbericht haben Ermittler in dieser Woche auch sein Büro in Wolfsburg durchsucht.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Rund 100 Staatsanwälte und Polizisten durchsuchten am Mittwoch die Audi-Zentrale in Ingolstadt, das Werk in Neckarsulm, die VW-Zentrale in Wolfsburg und weitere Standorte, darunter auch Privatwohnungen. Im Sekretariat von Konzernchef Müller sollen Unterlagen zu Audi sichergestellt worden sein, berichtet die Zeitung. Müller ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der VW-Tochter Audi. Er gilt aber nicht als Beschuldigter. Ein VW-Sprecher sagte am Sonntag der WAZ: "Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu laufenden Verfahren und kooperieren mit den Ermittlern."

47 Personen namentlich aufgelistet

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung. Dabei geht es um 80.000 Dieselfahrzeuge mit Motoren von Audi, die bis 2015 in den USA verkauft wurden. Der Durchsuchungsbeschluss listet laut „Bild am Sonntag insgesamt 47 Personen namentlich auf, neben Müller auch Audi-Chef Rupert Stadler und den ehemaligen Technik-Vorstand Ulrich Hackenberg. Die Ermittler suchten dem Bericht zufolge bei ihnen gezielt nach E-Mails, Terminkalendern, persönlichen Notizbüchern, Kladden und Speicherkarten von Vorstands-Smartphones sowie nach Vorstands- und Aufsichtsratsprotokollen. Die Staatsanwälte erhoffen sich demnach Aufschluss über die Entstehung der Abgas-Manipulationen, aber auch über die Frage, wann Aufsichtsräte und Vorstände über den Betrug informiert waren.

Die Staatsanwaltschaft München hatte am Mittwoch auch die US-Anwaltskanzlei Jones Day durchsucht, die von VW mit der internen Aufklärung des Diesel-Skandals beauftragt ist. VW reagierte empört auf dieses Vorgehen und kündigte rechtliche Schritte an.

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