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Abgasaffäre: Fünf Millionen VW in Werkstätten

Volkswagen Abgasaffäre: Fünf Millionen VW in Werkstätten

Nach der Ankündigung durch den neuen VW-Chef Matthias Müller hat Volkswagen gestern seinen Aktionsplan zur Nachbesserung von Dieselwagen mit manipulierter Software offiziell vorgestellt und will fünf Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen.

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Abgasaffäre: Volkswagen ruft fünf Millionen Fahrzeuge der Marke VW in die Werkstätten.

Die Wagen gehören zur Marke Volkswagen. Die betroffenen VW-Kunden sollen demnächst per Post informiert werden, wenn ihre Diesel-Fahrzeuge nachgebessert werden müssen. VW sprach von „Servicemaßnahmen“. Weitere Einzelheiten nannte der Konzern aber noch nicht.

VW hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass von der Konzern-Kernmarke VW fünf Millionen Fahrzeuge betroffen sind. Ebenfalls bereits bekannt ist, dass es insgesamt um elf Millionen Fahrzeuge geht, davon 2,8 Millionen in Deutschland. Gestern wurde bekannt, dass auch etwa 700.000 Fahrzeuge von Seat betroffen sind. Diese Zahl nannte ein Sprecher der spanischen Konzerntochter.

Der Aktionsplan sieht vor, dass Volkswagen und die weiteren betroffenen Marken des Konzerns im Oktober den zuständigen Behörden die technischen Lösungen und Maßnahmen vorstellen, heißt es in der Mitteilung von VW. Die Kunden dieser Fahrzeuge würden „in den nächsten Wochen und Monaten darüber informiert“. Alle betroffenen Konzernmarken werden zudem nationale Internetseiten schalten, auf denen sich Kunden über den aktuellen Stand der Dinge informieren können.

Die betroffenen Fahrzeuge bestimmter Baujahre und Modelle sind mit Dieselmotoren des Typs EA 189 ausgestattet.

Übersicht der betroffenen Modelle und Motoren konzernweit:

MOTOR - VW zufolge ist der Dieselmotor mit der konzerninternen Bezeichnung EA 189 von den Manipulationen betroffen. Er erfüllt die europäische Abgasnorm EU 5 und wird mit 1,6 oder 2,0 Litern Hubraum angeboten. Auch mit 1,2 Litern Hubraum gibt es EA-189-Motoren. Betroffen sind die Baujahre 2009 bis 2014. Hinweise auf weitere Motoren neben dem EA 189 gibt es bisher nicht. Neuwagen mit Motoren, die die strengere Abgasnorm EU 6 erfüllen, sind nicht betroffen.

MARKEN - Der Motor wurde in etlichen Konzernmarken eingesetzt. Zahlen dazu gibt es bisher aber nur von der Kernmarke VW und von Audi. Skoda und Seat bestätigen bisher nur, dass der Motor verbaut wurde. Auch bei leichten Nutzfahrzeugen soll das Aggregat eingesetzt worden sein. Auch hier ist noch nicht klar, wie sich die Zahlen genau verteilen. 

MODELLE - Weltweit sind nach Angaben von VW rund 11 Millionen Fahrzeuge betroffen. 5 Millionen davon entfallen auf die Kernmarke VW, 2,1 Millionen auf die Tochter Audi. Darunter sind unter anderem der Golf der sechsten Generation, der Passat der siebten Generation und die erste Generation des Tiguan. Bei Audi sind es die Baureihen A1, A3, A4, A6, sowie Q3 und Q7. Auf welche Marken und Modelle sich die übrigen 3,9 Millionen Fahrzeuge beziehen, ist noch unklar. 

MÄRKTE - Die regionale Verteilung ist ebenfalls noch nicht völlig abzusehen. In den USA, wo der Skandal zu erst ruchbar wurde, geht es um rund 482 000 Autos, in Deutschland sind es nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mindestens 2,8 Millionen Fahrzeuge.

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