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Abgas-Skandal: Leiharbeiter müssen um Jobs zittern

Volkswagen Abgas-Skandal: Leiharbeiter müssen um Jobs zittern

Im Abgas-Skandal bei Volkswagen sind erstmals Jobs in Gefahr. Der Vorstand diskutiere über eine Reduzierung der Leiharbeit, teilte der VW-Betriebsrat am Wochenende mit. Die Arbeitgeberseite dementierte das nicht, verwies aber auf eine unklare Lage und darauf, dass noch nichts entschieden sei.

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VW-Produktion: Bei einem Absatzeinbruch könnten die Jobs von Leiharbeitern in Gefahr sein.

Quelle: Archiv

Zugleich nannte ein Konzernsprecher Kurzarbeit als mögliche Option zur Beschäftigungssicherung - die habe auch für den Vorstand des Unternehmens Priorität.

Ein Sprecher der Arbeitnehmervertretung sagte: „Als Betriebsrat werden wir alle Möglichkeiten unterstützen, um die Arbeitsplätze unserer Kolleginnen und Kollegen mit Leiharbeitsverträgen zu sichern. Wir wissen, dass der Vorstand andere Szenarien diskutiert.“

Bei VW arbeiten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Deutschland gut 7000 Leiharbeiter. Es gilt eine Leiharbeiterquote von aktuell rund sechs Prozent.

Von einer Reduzierung der Leiharbeit wäre vor allem die VW-Heimat Niedersachsen betroffen, wo die VW AG Werke in Emden, Hannover, Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg hat. In Nordhessen kommt Kassel dazu.

Ein Konzernsprecher schloss einen Einbruch bei den Verkäufen und damit einhergehende Folgen für Produktion und Jobs nicht aus. „Sollte sich ein vorübergehender Beschäftigungsrückgang ergeben, wird Kurzarbeit wie in der Vergangenheit eine sinnvolle Möglichkeit sein.“ Zurzeit sei die Entwicklung der Absatz- und Beschäftigungssituation nicht absehbar. Der Vorstand unternehme auch in der aktuellen Krise alles, um die Jobs zu sichern.

Bisher hatte der VW-Konzern in steter Regelmäßigkeit alle paar Monate Hunderte Leiharbeiter wegen der guten Auftragslage in die Stammbelegschaft übernommen.

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