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Abgas-Affäre soll Umbau bei VW befördern

Volkswagen Abgas-Affäre soll Umbau bei VW befördern

Der Abgas-Skandal zwingt Volkswagen zu einer schnelleren Neuausrichtung des riesigen Autokonzerns. „Wir werden es nicht zulassen, dass uns diese Krise lähmt“, sagte Vorstandschef Matthias Müller gestern bei der Vorlage einer ersten Zwischenbilanz. „Wir nutzen sie als Katalysator für den Wandel, den Volkswagen braucht.“

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Zwischenbilanz zur Abgas-Affäre: VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch (l.) und Vorstandschef Matthias Müller stellten sich am Donnerstag in der Wolfsburger Auto-Uni den Fragen der Journalisten.

Strukturen und Denkweisen müssten sich ändern, auch damit künftig ähnliche Krisen verhindert werden. Die Folgen des Abgas-Skandals sind allerdings immer noch gravierend. Wenn es VW gelinge, aus den millionenfachen Falschangaben zum Stickoxid-Ausstoß von Dieselwagen Lehren zu ziehen, könne es wieder bergauf gehen, sagte Müller. „So ernst die aktuelle Situation auch ist: Dieses Unternehmen wird nicht daran zerbrechen.“

Das Top-Management werde VW künftig weniger zentralistisch führen. „Diese Neuausrichtung wäre früher oder später ohnehin nötig gewesen“, meinte der Vorstandschef. Einen Absatzeinbruch gebe es bisher nicht. VW werde die Investitionen einschränken. „Fest steht aber auch, dass wir uns nicht auf Kosten der Zukunft kaputtsparen“, so Müller.

VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sagte, der Abgas-Skandal sei eine der größten Bewährungsproben in der Volkswagen-Geschichte. „Die Krisenfolgen werden vermutlich beträchtlich sein“, meinte er mit Blick auf die finanziellen Folgen. Es gehe darum, das Vertrauen von Kunden, Investoren, Mitarbeitern und Öffentlichkeit zurückzugewinnen.

VW hatte bereits eine Neuausrichtung des riesigen Konzerns auf den Weg gebracht. So sollen die Marken und Regionen künftig mehr Verantwortung bekommen. „Der Konzern wird schneller, effizienter und dynamischer sein“, so Pötsch. Die Einzelheiten der neuen Konzernstruktur sollen Anfang 2016 erarbeitet werden. Bis 2017 soll sie umgesetzt sein.

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