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Abgas-Affäre: Kronzeuge sagt umfassend aus

Volkswagen Abgas-Affäre: Kronzeuge sagt umfassend aus

Bei der Aufarbeitung der Abgas-Affäre kommt Volkswagen offenbar voran. Wie „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR berichteten, hat in den vergangenen Monaten ein Kronzeuge, bei internen Befragungen im Konzern umfassend ausgesagt. Dabei belastet er auch Manager schwer.

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Abgas-Affäre bei Volkswagen: Laut Medienberichten belastet ein Kronzeuge auch Manager, Anteil am der Manipulation mit Software gehabt zu haben.

Quelle: Foto: dpa

Gegen den Kronzeugen, der laut NDR-Bericht „ein langjähriger, bedeutender Mitarbeiter in der Abteilung Motorentechnik“ war, ermittle auch die Braunschweiger Staatsanwaltschaft. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht gestern Abend laut Nachrichtenagentur dpa nicht kommentieren. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft war demnach nicht erreichbar.

Den Berichten zufolge besagen die vorliegenden Erkenntnisse, dass nahezu alle mit den Abgas-Problemen befassten Führungskräfte in der Motoren-Entwicklung von den Manipulationen gewusst hätten oder gar daran beteiligt gewesen seien. Es habe sich um eine „Verzweiflungstat“ gehandelt, um dem Vorstand den geforderten sauberen Diesel-Motor schnell und günstig präsentieren zu können.

In der betreffenden Abteilung sei es kein Geheimnis gewesen, dass VW bei den Abgastests der Behörden in den USA und Europa nur so die Schadstoff-Grenzwerte für Stickoxid offiziell habe einhalten können, hieß es.

Viele Mitarbeiter und Manager in dieser Abteilung seien eingeweiht gewesen. Um sich zu schützen, habe in der Abteilung ein „Schweige-Gelübde“ geherrscht. Andere Bereiche im Konzern hätten davon nichts wissen sollen, von Ausnahmen abgesehen.

2011 will der Zeuge hochrangige Manager außerhalb der Abteilung auf die Manipulationen aufmerksam gemacht haben. Aber selbst Heinz-Jakob Neußer, späterer VW-Entwicklungschef, habe nicht reagiert, nachdem der Mann ihn eingeweiht habe. VW betont derweil, dass für alle Verdächtigen zunächst die Unschuldsvermutung gelte.

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