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Abgas-Affäre: Krisensitzung des VW-Präsidiums

Volkswagen Abgas-Affäre: Krisensitzung des VW-Präsidiums

Die manipulierten Abgastests bei VW-Dieselwagen in den USA erschüttern den Volkswagen-Konzern. Die VW-Aktie erlebte einen dramatischen Kurssturz. Volkswagen erließ einen Verkaufsstopp für die betroffenen Modelle in den USA. Das Aufsichtsratspräsidium hat am Mittwoch eine Krisensitzung.

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Martin Winterkorn: Der VW-Chef gerät durch die Abgas-Affäre auch persönlich unter starken Druck.

Bei einem Kurssturz der VW-Aktie verpufften am Montag in kürzester Zeit rund 15 Milliarden Euro an Börsenwert. Neben einem Imageverlust drohen VW in den USA Strafzahlungen von bis zu 18 Milliarden Dollar, Rückrufkosten sowie Regressansprüche von enttäuschten Kunden und Aktionären.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach am Montag mit Winterkorn über den Abgas-Skandal und kündigte eine Überprüfung der VW-Dieselfahrzeuge in Deutschland durch unabhängige Gutachter an. Winterkorn habe für diese Tests seine absolute Unterstützung zugesagt. Die grüne Fraktionschefin im Europaparlament, Rebecca Harms, hielt VW „handfesten Betrug und Umweltkriminalität“ vor und forderte die EU-Kommission zur Klärung der Frage auf, ob auch in der EU Tests manipuliert werden.

Am Mittwoch will sich der innerste Zirkel des Aufsichtsrats bei einem Krisentreffen mit dem Thema beschäftigten, verlautete aus VW-Kreisen. Zu dem Gremium gehören unter anderem VW-Aufsichtsratschef Berthold Huber, Ministerpräsident Stephan Weil, Betriebsratschef Bernd Osterloh und VW-Aufsichtsrat Wolfgang Porsche.

In der Abgas-Affäre sieht sich VW-Chef Winterkorn mit ersten Rücktrittsforderungen konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft derzeit, ob der Anfangsverdacht einer Straftat bestehe. „Wir kümmern uns um die Sache“, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe. Ob die Staatsanwaltschaft eigene Ermittlungen aufnehme, hänge aber davon ab, ob die Vorgänge bis nach Wolfsburg reichten.

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