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Abgas-Affäre: Hohe Kosten - VW drohen Verluste

Volkswagen Abgas-Affäre: Hohe Kosten - VW drohen Verluste

Die Marke VW wird Insidern zufolge wegen der hohen Kosten für den Abgas-Skandal in diesem Jahr wahrscheinlich rote Zahlen schreiben. Derweil kommen nach dem angekündigten verschärften Sparkurs des neuen Konzernchefs Matthias Müller nun erste konkrete Projekte auf den Prüfstand.

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Sparkurs: Betriebsratschef Bernd Osterloh stellt den Luxuswagen Phaeton in seiner bisherigen Ausführung infrage – und regt dafür die Produktion eines E-Phaeton an.

Quelle: Arno Burgi

Insgesamt werde VW 2015 in die Verlustzone stürzen, berichtete der „Spiegel“ in einer Vorabmeldung. „Das wird so kommen, weil VW die Hauptlast im Konzern trägt“, sagte eine mit der Situation in dem Konzern vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Ein anderer Insider verwies auf die Rückstellungen von 6,5 Milliarden Euro, die Volkswagen für das dritte Quartal für Rückrufe wegen manipulierter Abgaswerte angekündigt hatte. Davon dürfte ein Großteil bei der Hauptmarke VW verbucht werden, sagte die Person.

Nach Ansicht von Betriebsratschef Bernd Osterloh muss über die Zukunft der unter Absatzproblemen leidenden VW-Luxuslimousine Phaeton gesprochen werden. „Also wenn schon Phaeton, dann als Elektro-Fahrzeug mit 800 Volt, 15 Minuten Ladezeit und mit 500 Kilometer Reichweite“, sagte Osterloh. Angesichts der aktuellen Abgas-Krise bei VW sei dies jetzt das richtige Signal. Osterloh hatte bereits bei der Betriebsversammlung in Wolfsburg den Phaeton in der bisherigen Ausführung infrage gestellt (WAZ berichtete). Nach Informationen des „Spiegel“ soll das bislang geplante Nachfolgemodell des Phaetons mit Verbrennungsmotor, das Ende 2016 auf den Markt kommen sollte, gestrichen werden.

„Uns als Betriebsrat geht es darum, dass wir ein innovatives Produkt nach Dresden bekommen, damit wir nicht in zwei bis drei Jahren wieder dasselbe Problem haben, wie mit dem aktuellen Phaeton“, betonte Osterloh. Es mache keinen Sinn, jetzt riesige Geldbeträge in Projekte zu investieren, deren Wirtschaftlichkeit höchst zweifelhaft sei. „Klar ist, dass wir als Betriebsrat natürlich dafür einstehen, dass die Beschäftigung an allen Standorten gesichert wird“, sagte Osterloh.

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